"Erde brennt": Die Uni Wien bleibt besetzt

"Erde brennt": Die Uni Wien bleibt besetzt
Tag drei der Besetzung des C1-Hörsaal. Die Forderungen sind vielfältig. Die Uni zeigt sich verständnisvoll.

Betritt man den Hörsaal C1 am Uni Campus beim Alten AKH, steigt einem der Geruch von Protest in die Nase - was vermutlich daran liegt, dass die Besetzer auch die Nacht in der Universität verbracht haben. Es ist Tag zwei von "Erde brennt, Uni besetzen" als der KURIER vorbeischaut und in den vergangenen 24 Stunden hat sich einiges getan. Die Studenten engagieren sich in verschiedenen Arbeitsgruppen, die Probleme wie den Klimawandel, zu wenig Budget für die Universitäten und überhaupt die Hoffnungslosigkeit einer ganzen Generation behandeln. 

Der Tagesablauf ist gut durchgeplant. Es gibt verschiedene Vorträge und eine Vollversammlung jeden Abend. Für Essen sorgen die Besetzer selbst. Anders als bei der Audimax-Besetzung vor 13 Jahren, herrscht hier ein striktes Alkohol- und Drogenverbot. Am Mittwochabend hatten sich auch Professoren im Hörsaal eingefunden, um mit den Studierenden über die Themen zu diskutieren.

Sehen Sie hier unser Video dazu:

Keine Räumung geplant

Überhaupt scheint die Universität nichts gegen die Besetzung zu haben und auch keine Räumung anzustreben. "Die Universität Wien steht mit den Aktivist*innen vor Ort und mit dem Sicherheitspersonal im Austausch. Die Situation wird laufend beobachtet. Lehrveranstaltungen, welche für die restliche Woche im Hörsaal C1 angesetzt sind, werden nach Möglichkeit digital stattfinden", hieß es seitens der Uni Wien. Die soweit bekannten geteilten Anliegen, zu denen die Frage der Klimakrise sicherlich dazugehört, sollen an der Universität, als Ort für konstruktiven Diskurs und Austausch, diskutiert werden können. Nun wolle man eine gemeinsame Lösung finden, um keine Lehrveranstaltungen langfristig zu stören. Die Besetzer wollen vorerst jedenfalls bleiben. 

Zur Erinnerung: Die Besetzung vor 13 Jahren dauerte zwei Monate lang. 

Kommentare