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© Nina Oezelt

Chronik Wien
12/04/2020

Ein Kaffeejunkie von Hollywood in die Kirchengasse

Olga Verbytska wollte einmal Schauspielerin in Hollywood werden, jetzt hat sie ihre zweite "Coffee Junkie"-Filiale in Neubau eröffnet.

von Nina Oezelt

Alle haben Träume, manche versuchen sie zu leben. In der Kirchengasse Nummer 21, zwischen dem italienischen Restaurant "I Carusi" und dem österreichischen Burgerladen "Weinschenke", sitzt seit Neuestem ein kleiner weißer Bär vor der Tür. Er soll die Aufmerksamkeit der Passanten auf sich ziehen. 

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In dem Geschäft dahinter, wo früher Blumen verkauft wurden, gibt es jetzt einen neuen Kaffeeladen. Drinnen steht Olga Verbytska, die 35-Jährige hat bereits seit 2017 das erste "Coffee Junkie"-Kaffeehaus in der Pilgramgasse eröffnet. Vergangenen März wollte sie ihre zweite Filiale im Hipster-Bezirk Neubau aufsperren, der Lockdown kam ihr dazwischen. 

"Jetzt können wir wenigstens 'Kaffee to go' verkaufen", erzählt die gebürtige Ukrainerin. Sie hat in Berlin die "School of Coffee" besucht und sich der Kunst des Kaffees in all ihren Facetten gewidmet. Sie kennt die Röster ihrer Kaffeesorten und arbeitet mit der Maschine La Marzocco.

Auf französische Art oder Luft gepresst

Zusätzlich kann man bei ihr auch unterschiedliche Filtersorten wählen. "Da gibt es French Press, Hario V60, French Press oder Aeropress", erklärt sie. Gerne nimmt sie sich die Zeit für ihre Kunden und erklärt, wie welcher Filterkaffe schmeckt und wie es funktioniert.

Kaffee und Chai

Das Angebot reich von Chai Latte bis zu Espresso Orange.

Rosa Tische, breite Fensterfront

Mit einer großen Fensterfront lädt der Laden zum Eintreten ein.

Filterkaffee-Variationen

"Da gibt es French Press, Hario V60, French Press oder Aeropress", erklärt die Eigentümerin.

Wasser

Wasse ist bei "Coffee Junkie" natürlich kostenlos.

Süßes und Saures

Kuchen und Torten gibt es auch jetzt zum Mitnehmen. 

La Marzocco

Olga Verbytska kennt die Röster ihrer Kaffeesorten und arbeitet mit der Maschine La Marzocco.

Der kleine weiße Bär

Vor dem Eingang lädt ein Bär in das Coffee Junkie-Haus. Das Logo des Landens ist aber ein Affe. 

Auf ihrer Karte findet man neben Flat White (4,30 Euro), Wake Up Latte (doppelter Espresso mit Milch; 4,50 Euro), auch Espresso Tonic (5 Euro) oder Espresso Orange (4,50 Euro).

Derzeit gibt es alles zum Mitnehmen, auch die Croissants und Torten, sowie ihren Matcha Latte (3,70 Euro), Caramel Latte (3,80 Euro) oder Dirty Chai Latte (4 Euro). Bald soll es auch Bagels geben.

Die Übersetzerin 

Olga war ursprünglich Übersetzerin für die Sprache Deutsch in der Ukraine. Mit 22 Jahren ist ihr das aber zu langweilig geworden. Dann hat sie in Wien Wirtschaft studiert. Später hat sie im Vertrieb einer österreichischen Firma gearbeitet. "Aber ich wollte immer Schauspielerin sein, es zumindest probieren", sagt sie. Dann hat sie ihren Mut zusammengenommen und ist nach Los Angeles gegangen.

Ein Jahr in Los Angeles

"Gut, es ist fast unmöglich erfolgreich zu sein, aber ich bin dorthin gegangen und habe ein aufregendes Jahr verbracht", sagt sie. Einige Rollen durfte sie auch spielen, und sie denkt mit Freude daran zurück. Das Schauspielen liebt sie noch immer, aber die Rolle als Kaffeebetreiberin passt ihr, wie auf den Leib geschnitten. "Ich wollte nach meiner Zeit in LA ein neues Kaffeehaus nach Wien bringen will, eine Art 'besserer Starbucks' und ein wenig Berlin", sagt sie.

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Das Logo von Coffee Junkie ist ein blauer Affe: "Coffee Junkie reimt sich nämlich auf Monkey", erklärt sie. Der sei cool, trage eine Brille mit Hipster-Frisur und surfe auf der dritten "Kaffeewelle" - nämlich der Filterkaffe-Welle. Neben Kaffee bietet Olga Verbytska derzeit auch noch Glühwein an. "Den Christkindlmarkt gibt es nicht, aber den Glühwein schon", lacht sie. Ab 7. Dezember dürfen keine offenen alkoholischen Getränke per Abholung verkauft werden.

Info: 7., Kirchengasse 21, +43 699 18167304

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