┬ę APA - Austria Presse Agentur

Chronik Wien
05/27/2021

Demo gegen Lobauautobahn zieht am Freitag durch Wien

Mehrere Organisationen rufen zum Protest auf. Der Auftakt erfolgt um 13 Uhr am Schwarzenbergplatz.

Die Proteste gegen die Lobauautobahn und ihre Zubringerprojekte wie die "Stadtstra├če Aspern" gehen weiter. F├╝r Freitag rufen mehrere Organisationen zu einer Demonstration quer durch die Wiener Innenstadt auf.

Der Auftakt erfolgt um 13 Uhr vor der Industriellenvereinigung am Schwarzenbergplatz. Danach f├╝hrt die Route ├╝ber das Rathaus, die SP├ľ-Zentrale in der L├Âwelstra├če und die Asfinag-Zentrale in der Rotenturmstra├če vor das Klimaministerium nahe der Urania. Mit Staus ist aufgrund der Stra├čensperren entlang der Demo-Route zu rechnen.

Hinter der Demonstration stehen mehrere B├╝rgerinitiativen sowie die bekannten NGOs Fridays for Future, Platz f├╝r Wien, Extinction Rebellion und System Change not Climate Change.

Nachdem vor zwei Wochen eine Demonstration gegen die Klimapolitik der Wirtschaftskammer stattfand, wollen die Aktivistinnen und Aktivisten diesmal die Industriellenvereinigung adressieren: "Die Industriellenvereinigung muss einsehen, dass das Zeitalter der Verbrennungsmotoren vorbei ist. Klimaneutralit├Ąt ist nur m├Âglich, wenn es verbindliche Ausstiegsziele f├╝r Kohle, ├ľl und Gas gibt. Dazu z├Ąhlt auch der Baustopp von neuen Autobahnen," so Mit-Organisator Simon Pories von Fridays for Future.

Zweiter Stopp: Rathaus

Die Stadt Wien hat die Verantwortung f├╝r die vierspurige Stadtstra├če Aspern, weshalb der Demozug anschlie├čend vor das Rathaus zieht. "In Wien werden zwei Drittel des Stra├čenraums dem Autoverkehr zur Verf├╝gung gestellt, obwohl nur ein Drittel der Menschen ein Auto besitzt. Bei jedem kleinen Radweg wird uns vorgerechnet, wie teuer das nicht ist, aber f├╝r eine vierspurige Stra├če ist anscheinend genug Geld da. F├╝r wen wird hier Politik gemacht? F├╝r den Profit von Baukonzernen, aber sicher nicht f├╝r die breite Bev├Âlkerung. Sozialdemokratie in Zeiten der Klimakrise muss anders gehen", fordert Fridays for Future-Aktivistin Veronika Winter.

N├Ąchste Station der Demonstration ist die Zentrale der Asfinag, der Bauherrin der Lobauautobahn. Gefordert wird die Umstrukturierung der Asfinag zu einem Unternehmen, dessen Gesch├Ąftsmodell die Klimakrise nicht l├Ąnger anheizt.

Abschluss vor Klimaministerium

Letzter Stopp ist schlie├člich das Klimaministerium. "Wir fordern die Politik auf, nicht l├Ąnger auf die Baukonzerne zu h├Âren, sondern endlich klimafreundliche Verkehrspolitik zu machen, mit der die Menschen wirklich von L├Ąrm und Abgasen befreit werden", so Pories. "Das Festhalten an fossilen Gro├čprojekten zeigt, dass die Politik die Dringlichkeit der Klimakrise noch immer ignoriert."

Der Streik schlie├čt an den Protest Ende April an, bei dem 1.500 Menschen im Zuge einer Fahrrad-Demo die geplanten Baugebiete rund um die Lobau abgefahren sind. Weitere Proteste sind geplant, darunter eine Wiederholung der Fahrrad-Demo am 3. Juni, dem Weltfahrradtag.

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