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Chronik Wien
01/18/2021

Auftakt zu wöchentlichen Selbsttests in den Wiener Kindergärten

Rund die Hälfte der Wiener Kleinkinder wird derzeit in den städtischen Bildungseinrichtungen betreut.

von Andreas Puschautz

Ab sofort haben die 7.356 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der 356 städtischen Kindergärten einmal wöchentlich die Möglichkeit, sich mittels PCR-Gurgeltest selbst hinsichtlich einer möglichen Corona-Infektion zu überprüfen.

Zwar sind die Tests freiwillig, doch das Interesse sei sehr hoch, wie Bildungsstadtrat Christoph Wiederkehr (Neos) und die Leiterin der städtischen Kindergärten (MA 10), Daniela Cochlár, bei der Präsentation der neuen Teststrategie am Montag im Kindergarten des Bildungscampus Christine Nöstlinger im Nordbahnviertel berichteten. „Es sind fast alle dabei“, freute sich Wiederkehr über das große Interesse.

Sichere Betreuung

Es sei „natürlich im Sinne der Verlängerung des Lockdowns“, die Kinder zu Hause zu lassen, sagte Wiederkehr, „aber nicht jeder Elternteil kann das machen“. Daher sei es wichtig, die Betreuung für alle, die sie brauchen, sicherzustellen – und dafür brauche es „eine sichere und gute Teststrategie“.

Aktuell wird etwa die Hälfte der rund 30.000 Wiener Kindergartenkinder in den Einrichtungen betreut. In den Volksschulen sind es 30, in den Mittelschulen 10 Prozent.

Gerade im Kindergarten sei körperliche Nähe „nicht vermeidbar“, sagte Cochlár, zudem tragen Pädagoginnen und Pädagogen keine Masken, weil etwa die Sprachentwicklung über das Ablesen des Mundbildes passiert. Deswegen sei es „besonders wichtig, dass wir die Testkits bekommen haben“. Diese sollten auch ausreichend vorhanden sein: Jeder Kindergarten habe einen Vorrat für vier Wochen bekommen, erzählte Cochlár.

Ergebnis am Handy

Der Ablauf ist simpel: Die Mitarbeiter bekommen ein Kuvert mit dem Testkit mit nach Hause, führen den Gurgeltest eigenständig durch und bringen alles wieder zurück in die Arbeit, wo die Tests gesammelt von einem Botendienst ins Labor gebracht werden. Das Ergebnis kommt dann aufs Handy.

Um die Labore nicht über ihre Kapazitätsgrenzen hinaus zu belasten, wurde die Stadt in fünf Bereiche aufgeteilt. „Das heißt: Jeden Tag gurgelt ein anderer Teil von Wien“, so Cochlár.

Gleichzeitig mit den Kindergärten fanden am Montag die ersten Selbsttests an den 476 Schulstandorten der Stadt Wien und in den 40 Sonderschulen statt. Ab kommender Woche werden die Gurgeltests auch auf private Kindergärten ausgeweitet.

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