Die Polizei war am Samstag mit über 1.000 Beamtinnen und Beamten, bestehend aus uniformierten als auch zivilen, im Einsatz.

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Chronik Wien
02/14/2021

Polizist bei Corona-Demo in Wien niedergetreten

Im Zuge der Demonstration in Wien kam es auch zu Angriffen auf die Polizei. Ein Polizist etwa wurde von Demonstranten niedergetreten.

von Johannes Weichhart, Nina Oezelt

Immer mehr Details über die Probleme und Auseinandersetzungen während der untersagten Corona-Demonstration am Samstag in Wien kommen nun an die Oberfläche. 1.600 Anzeigen erstattete die Polizei. Zwei Polizistinnen sollen mit Faustschlägen attackiert worden sein.

Doch nicht nur das: In einem polizeilichen Protokoll, welches dem KURIER vorliegt, wird ein weiterer brutaler Zwischenfall erläutert. Mehrere Demonstranten sollen einen Polizisten attackiert haben: Der Polizist soll demnach "niedergetreten" worden sein. Ihm soll auf den Kopf geschlagen und in den Bauch getreten worden sein.

Polizisten wurden getreten

Die Szene soll sich gegen 16.20 Uhr am Samstag an der Kreuzung von Franz-Josefs-Kai 5 und Biberstraße (Höhe Badeschiff) abgespielt haben.

Der illegale Demozug sollte mitten auf der Fahrbahn von der Polizei gestoppt werden. Die Polizisten sollten die Straße sperren. Den Demonstranten gelang es aber die "Blockade" zu durchbrechen. "Tumultartigen" Szenen dürften sich abgespielt haben.

Genau in diesem Moment soll ein Polizist von mindestens drei Demonstranten bedrängt worden sein. Ein Mann soll dem Beamten immer wieder auf den Hinterkopf geschlagen haben, ein anderer scheint ihn stark gerempelt zu haben. Er soll ihn mit beiden Beinen voran angesprungen sein. 

Ein Kollege, der diese Situation sah, wollte zu Hilfe eilen. Während er zu ihm rannte, soll ihm von einem anderen Demonstranten mit einem "Beinfeger" der Stand genommen worden sein. Dann wurde vermeintlich mehrmals auf ihn eingetreten - in den Rücken. Erst als andere Demonstranten dem Polizisten zu Hilfe eilten, soll der tretende Demonstrant von ihm abgelassen haben. Der attackierte Polizist dürfte dank eines Schutzschildes keine gröberen Verletzungen erlitten haben.

Über die Identität der Täter gebe es derzeit keine Information. 

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