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Chronik Wien
09/19/2020

Bezirkswahl Ottakring: Der Langzeit-Chef wird bleiben

Keine Gefahr für die SPÖ und Bezirksvorsteher Franz Prokop, der seit 2004 am Ruder sitzt.

von Andreas Puschautz

Die politische Lage in Ottakring präsentierte sich in den vergangenen Jahren weitgehend vor allem unaufgeregt. Zwar sorgten sowohl der – 2018 abgeschlossene – Umbau des zentralen Verkehrsknotens Johann-Nepomuk-Berger-Platz als auch die Pläne für ein Bauprojekt in der Gallitzinstraße für etwas Aufregung. Dennoch muss sich SPÖ-Bezirksvorsteher Franz Prokop auch nach 16 Jahren keine Sorgen machen, seinen Schreibtisch räumen zu müssen.

Wirklich langweilig wird dem Bezirkschef freilich nicht werden, steht dem Bezirk doch ein weiteres, potenziell konfliktträchtiges Verkehrsprojekt bevor: Im kommenden Jahr soll die Thaliastraße umgestaltet werden. Derzeit läuft noch bis Ende September die zweite Phase des Bürgerbeteiligungsverfahrens, die fertigen Pläne sollen dann im Herbst erstellt werden.

Die Grünen mit Spitzenkandidatin Barbara Obermaier wünschen sich die Umwandlung der Thaliastraße in eine Begegnungszone und haben dafür eine Studie erstellen lassen, die im Juli präsentiert wurde.

Mehr Sicherheit

Die ÖVP setzt mit Spitzenkandidat Stefan Trittner auch im Bezirk auf Law&Order und fordert ein Alkoholverbot für den Bereich um die U6-Station Josefstädter Straße, wo sich ein Tageszentrum für Obdachlose befindet. Zusätzlich warnen die Türkisen vor der Verbauung letzter, freier Grünflächen am Wilhelminenberg.

Die FPÖ stellt mit Michael Oberlechner derzeit noch den zweiten Bezirksvorsteher-Stellvertreter und setzt inhaltlich auf Ähnliches wie die ÖVP: mehr Sicherheit am Gürtel, keine weitere Verbauung im Grünen.

Und schließlich ist auch für die Ottakringer Neos unter Spitzenkandidat Jörg Konrad die Erhaltung der Grünflächen am Wilhelminenberg prioritär. Die Liberalen wünschen sich die Erstellung eines Leitbilds, um der „unkoordinierten Stadtentwicklung“ entgegenzuwirken.

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