Chronik | Welt
21.11.2017

Japan: Frau soll Babyleichen einbetoniert haben

Berichten zufolge hatte die Verdächtige Angst, nicht für ihre Kinder sorgen zu können.

In Japan ist eine Frau festgenommen worden, die die Leichen von vier ihrer Babys in mit Beton gefüllten Kübeln in ihrer Wohnung aufbewahrt haben soll. Die 53-Jährige stellte sich am Montag der Polizei in der Stadt Osaka und gestand. Am Dienstag wurde sie festgenommen, sagte ein Polizeisprecher. Die Fälle liegen Jahre zurück.

Nach eigenen Angaben brachte sie die Babys zwischen 1992 und 1997 zur Welt. Laut Berichten des Senders NHK hatte die Verdächtige Angst, nicht für ihre Kinder sorgen zu können. Ermittler fanden vier mit Beton gefüllte Kübel in der Wohnung. Bei deren Durchleuchtung wurden Hinweise auf mögliche Überreste von Kindern gefunden, wie die Zeitung Asahi Shimbun berichtete.

"Ich hatte niemanden, mit dem ich reden konnte"

Die Vernehmung der Frau, die mit ihrem Sohn zusammenlebt, dauerte an. Warum sie sich der Polizei stellte, war zunächst unklar. NHK zufolge sagte die Verdächtige der Polizei, sie habe geglaubt, es sich "nicht leisten" zu können, die Kinder groß zu ziehen. "Ich hatte niemanden, mit dem ich reden konnte", sagte sie demnach.