Esteban Santiago bei seiner Festnahme

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Florida
01/07/2017

Angreifer von Fort Lauderdale ist wohl psychisch krank

Der US-Veteran Esteban Santiago will von Regierung gezwungen worden sein, IS-Propaganda-Video anzuschauen.

Esteban Santiago, der 26-jährige Veteran der US-Armee, der auf dem Flughafen der US-Stadt Fort Lauderdale fünf Menschen erschossen haben soll, ist ein möglicherweise psychisch kranker Irak-Veteran. Nach FBI-Angaben suchte er im November ein Büro der Bundespolizei in Alaska auf und behauptete, die Regierung zwinge ihn, Propaganda-Videos der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) anzuschauen.

Santiago soll in der Nationalgarde von Alaska sowie von Puerto Rico gedient haben von 2010 bis 2011 im Irak eingesetzt worden sein. Bekannten sagte er angeblich, er höre Stimmen, die ihn dazu drängten, sich dem IS anzuschließen. Er habe bei einem Besuch aber klar zu erkennen gegeben, dass er nicht vorhabe, jemanden zu verletzen, zitierten US-Medien am Samstag den FBI-Beamten George Piro. Wie es weiter hieß, waren die Äußerungen des Kriegsveteranen jedoch so wirr, dass eine psychische Untersuchung veranlasst wurde. Er habe sich dazu freiwillig in ein Krankenhaus begeben.

Keine Hinweise auf Radikalisierung

Das FBI habe bei Nachforschungen nach dem seltsamen Besuch keine Hinweise auf eine Radikalisierung gefunden. Es habe auch keine Auslandsreisen gegeben, die auf irgendwelche Kontakte zum IS hindeuteten. Dennoch schloss das FBI ein terroristisches Motiv zunächst nicht völlig aus.

Santiago soll am Freitag an einer Gepäckausgabe auf dem Flughafen in Florida das Feuer eröffnet haben. Dabei wurden auch acht Menschen verletzt, mehrere von ihnen waren am Samstag noch in Lebensgefahr, wie Gouverneur Rick Scott vor Journalisten sagte.

Waffe war legal im Gepäck

Der Täter hatte Medienberichten zufolge nach dem Angriff seine Waffe fallengelassen und sich dann mit ausgestreckten Armen und gespreizten Beinen auf den Boden gelegt. Die Polizei habe ihm ohne Probleme Handfesseln anlegen können und ihn noch am Freitag vernommen. Seine Waffe hatte er zuvor aus seinem aufgegebenen Gepäck geholt. Danach ist er laut Zeugenaussagen auf die Toilette gegangen, um seine Waffe zu laden. Grundsätzlich ist das Mitführen von Waffen auf Flügen in den USA erlaubt.

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