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Chronik | Welt
07/10/2019

"Wollten mich von innen kochen": Hexenjagd in Papua-Neuguinea

In Papua-Neuguinea werden Frauen immer noch Opfer brutaler Folter und Ächtung, weil sie der "Zauberei" beschuldigt werden.

Eigentlich müssten sie Todfeindinnen sein: Mako und Josephine. Dass sie heute nebeneinander im Gras sitzen und scherzen, zwischen Palmen und Bambushütten, wirkt bei aller Ironie fast magisch.

Und eigentlich sollten die zwei "Hexen", Mako und Josephine, auch längst tot sein, doch das Schicksal hat sie nach nahezu unbeschreiblichen Torturen hierher geführt. 

Der Bach rauscht durch die Anlage des St. Francis Care Homes. Das katholische Waisenhaus liegt auf einer Anhöhe der Stadt Mendi, Provinz Southern Highlands, im melanesischen Inselstaat Papua-Neuguinea.

Rebecca Joseph ist die Gründerin des Waisenhauses, betreibt es seit 2006, hat die Anlage laufend erweitert und modernisiert. Rebecca hat damals den Schritt in die Freiheit vollzogen und ihren gewalttätigen Ehemann – einen Stammeshäuptling mit einem Dutzend Ehefrauen – verlassen.