© REUTERS/MAXIM SHEMETOV

Chronik Welt
03/21/2021

Von wegen süß: Panda griff seinen Pfleger an und verletzte ihn schwer

Der Belgier ist nicht in Lebensgefahr - dank des raschen Eingreifens seiner Kollegen. Es hätte noch schlimmer kommen können.

Er hätte es wissen müssen, als er zu Tian Bao, dem Panda ging. Die Zooregeln im belgischen Tierpark Pairi Daiza verbieten einen direkten Kontakt zu Pandas, die älter sind als zwei Jahre und mehr als 70 Kilo wiegen. Und das aus gutem Grund. Die Bären sind Einzelgänger und dulden keine Eindringlinge. Auch nicht ihre Pfleger.

Der vierjährige Tian Bao ging offenbar sofort auf den Mann los, verwundete den erfahrenen Pfleger an einem Arm und einem Bein. "Ein schnelles Eingreifen von Arbeitern in der Nähe des Panda-Territoriums ermöglichte es, das Tier zu entfernen, ohne es zu verletzen, und dem Pfleger Erste Hilfe zu leisten“, sagte ein Zoosprecher. Der Mann sei mittlerweile außer Lebensgefahr.

Es ist bei Weitem nicht das erste Mal, dass Pandas Menschen in einem Zoo attackieren: Am 19. September 2006 biss etwa der sechsjährige Riesenpanda Gu Gu einen betrunkenen Chinesen, der in sein Gehege gesprungen war und versuchte, ihn zu umarmen. Er kam mit einigen tiefen Narben davon.

Ein Jahr später kletterte ein Teenager zu Gu Gu ins Gehege – der Panda riss ihm ein großes Stück Fleisch aus dem Bein, legte gar den Knochen frei.

Was, wenn er angreift?

Sollten Sie von einem Panda attackiert werden, sind Sie entweder in einen Zoo eingebrochen oder haben ihn in freier Wildbahn provoziert. In beiden Fällen war das eine Dummheit. Pandas mögen zwar unheimlich süß aussehen, Filme wie Kun Fu Panda präsentieren uns ein patschertes, liebes Tier. Doch ein Panda ist eben auch ein Bär. Bis zu 150 Kilo kann ein ausgewachsener Panda wiegen, mit seinen gewaltigen Zähnen und kräftigen Kiefermuskeln bricht er nicht nur Bambus zum brechen.

Greift er Sie also an, klettern Sie nicht auf den nächsten Baum. Pandas sind exzellente Kletterer. Auch ein Sprung ins Wasser schützt Sie nicht – Pandas können schwimmen – und auch ziemlich schnell sprinten. Allerdings nur in absoluten Ausnahmesituationen. Durchschnittlich legen die Tiere in einer Stunde knappe 27 Meter zurück.

Geben Sie also in freier Wildbahn einfach Acht und klettern Sie nicht in Panda-Gehege und die Gefahr, von einem Panda angegriffen zu werden, ist verschwindend gering.

eine Newsletter Anmeldung Platzhalter.

Wir würden hier gerne eine Newsletter Anmeldung zeigen. Leider haben Sie uns hierfür keine Zustimmung gegeben. Wenn Sie diesen anzeigen wollen, stimmen sie bitte Piano Software Inc. zu.

Jederzeit und überall top-informiert

Uneingeschränkten Zugang zu allen digitalen Inhalten von KURIER sichern: Plus Inhalte, ePaper, Online-Magazine und mehr. Jetzt KURIER Digital-Abo testen.