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Chronik Welt

Vietnam startet ins Jahr der Katze, China ins Jahr des Hasen

Nach dem Mondkalender startet Tet, wie das vietnamesische Neujahrsfest genannt wird, in der Nacht auf Sonntag. Dann endet das Jahr des Tigers.

01/20/2023, 10:04 AM

Ob am Flughafen, in Parks oder Einkaufszentren: In Vietnam haben unz√§hlige, teils √ľberdimensionale Stubentiger Einzug gehalten, denn im Land am Mekong beginnt an diesem Wochenende das Jahr der Katze. Nach dem Mondkalender startet Tet, wie das vietnamesische Neujahrsfest genannt wird, in der Nacht auf Sonntag, dem 22. J√§nner. Die meisten Vietnamesen haben mehrere Tage lang frei, denn gefeiert wird bis zum 26. J√§nner.

Tet gilt als das wichtigste Fest des Landes, vergleichbar mit Weihnachten bei uns. Zu den Traditionen geh√∂ren besondere Speisen wie Klebreiskuchen, aber auch Feuerwerk, das Ungl√ľck und b√∂se Geister vertreiben soll, sowie das Verschenken roter Kuverts mit Gl√ľcksgeld. Zudem werden die H√§user mit Kumquat-B√§umchen und Pfirsichbl√ľtenzweigen verziert.

Im Jahr der Katze Geborene: sensibel und wachsam

Wer im Jahr der Katze geboren wird, dem sagen die Vietnamesen viele Charaktereigenschaften der Stubentiger nach: Sensibilität und Wachsamkeit sowie Intelligenz, Kreativität und Ehrgeiz.

Auch in anderen Ländern Asiens startet am Wochenende das neue Jahr, so etwa in China. Dort beginnt allerdings das Jahr des Hasen.

W√§hrend Vietnam die meisten Tierkreiszeichen mit seinem gro√üen Nachbarn teilt, ist dies beim Hasen anders. Es gibt verschiedene Theorien dazu, warum Peking das Langohr und Hanoi gleichzeitig das Samtpf√∂tchen feiert. Manche verweisen auf mythologische Unterschiede, andere auf eine Verwechslung aufgrund sprachlicher √Ąhnlichkeiten.

Ein gutes "Jahr des Tigers" f√ľr den Bestand in freier Wildbahn

Am Samstag endet somit auch das Jahr des Tigers im asiatischen Mondjahr, was die Naturschutzorganisation WWF dazu veranlasst hat, eine Bilanz zum Bestand der Gro√ükatze zu ziehen: Dank zahlreicher Artenschutzprojekte und des unerm√ľdlichen Einsatzes gegen die Wilderei ist die Zahl seit dem letzten Tiger-Jahr weltweit gestiegen - von 3.200 wild lebenden Exemplaren im Jahr 2010 auf rund 4.500 im Jahr 2022, hie√ü es am Freitag in einer Aussendung.

Auch wenn das Ziel einer Verdopplung in diesem Zeitraum nicht erreicht werden konnte, ein Erfolg: "Unser starker Einsatz f√ľr die Tiger macht sich bezahlt. Das ist ein gro√üer Ansporn, weiter aktiv an ihrem Schutz zu arbeiten - denn trotz der guten Nachrichten geh√∂ren Tiger weltweit leider noch immer zu den am meisten gef√§hrdeten Tierarten", sagte WWF-Artenschutzexperte Georg Scattolin.

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