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Chronik Welt
03/04/2021

Raser-Esel verblüfft das Internet

Das Video eines Esels, der mit extrem hoher Geschwindigkeit auf einer befahrenen Straße läuft, geht derzeit viral.

von Armin Arbeiter

„Vergessen Sie Pferdestärken, auf geht’s, Eselstärken!“, postete ein Zuseher unter ein Video, das derzeit in Sozialen Netzwerken viral geht. Mit atemberaubender Geschwindigkeit galoppiert darin ein pakistanischer Esel auf einer befahrenen Straße, zieht einen Wagen mit zwei Personen – und kann mit der Geschwindigkeit der motorisierten Fahrzeuge mithalten.

Mehr als 2,6 Millionen Menschen haben das Video bereits gesehen, ein großer Teil bezweifelt die Echtheit des Videos. Angesichts der Geschwindigkeit des Tieres kaum verwunderlich. Doch tatsächlich scheint das Video, das ursprünglich aus dem Jahr 2019 stammt, echt sein. Machen Sie sich selbst ein Bild davon:

 

Andere sind um das Wohlergehen des Tieres besorgt, fürchten, dass der Esel Drogen oder Dopingmittel bekommen haben könnte. Gerade in Zentralasien haben Eselrennen eine lange Tradition, auch zu Dopingfällen ist es bereits gekommen.

Allerdings kann ein Esel eine unglaubliche Kraft aufbringen. Der Autor dieser Zeilen hat dies am eigenen Leib erfahren.

Erfahrungsbericht

Es war in der italienischen Stadt Rovigo, als mein Reisegefährte und Lieblingsesel Horstl mit seinem Futtersack an einem Fahrradgriff hängen blieb. Es stürzte um, das Scheppern versetzte Horstl dermaßen in Panik, dass er sofort lossprintete. Auf einem belebten Gehsteig. Er zog nicht nur das Fahrrad hinter sich her, sondern auch mich, der ich gestolpert war und mit einem Fuß unter dem scheppernden Fahrrad nicht mehr aufstehen. Loslassen kam nicht in Frage, denn sonst wäre mein Esel noch schneller gelaufen. Und so zog er mich gute zweihundert Meter hinter sich her, stieß Müllkübel und Rollstuhlrampen um. Die Passanten sprangen zur Seite, ehe sich ein mutiger Italiener ein Herz fasste und Horstl beim Halfter nahm. Rasch sprang ich auf, befreite mein Tier, band es fest und untersuchte es.

Sirenen ertönten. Es war der Tierarzt, den Passanten gerufen hatten. Aus mehreren Wunden blutend zeigte ich dem Arzt Horstls Pferdepass, auch er fand keine Verletzungen bei ihm. Glück im Unglück also – wir konnten unsere Reise fortsetzen. Seitdem mache ich mit meinem Esel einen extra großen Bogen um Fahrräder.

Doch seitdem weiß ich, wie schnell und kraftvoll Esel laufen können.

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