© REUTERS/BRUNO KELLY

Chronik Welt
02/12/2021

CoV-Variante aus Brasilien dreimal ansteckender

Die im Amazonasgebiet entdeckte Mutation hat die Infektionszahlen nach oben schnellen lassen. Es gibt aber auch gute Nachrichten.

Die im brasilianischen Amazonasgebiet entdeckte Variante des Coronavirus ist Brasiliens Gesundheitsminister zufolge dreimal ansteckender als die ursprüngliche.

Erste Analysen hätten aber ergeben, dass die Impfstoffe auch gegen diese Mutation wirken, sagte Eduardo Pazuello am Donnerstag: "Gott sei Dank hat die Analyse ergeben, dass die Impfstoffe auch gegen diese Variante wirken." Belege dafür legte er allerdings nicht vor.

Die Infektionen in der Dschungelstadt Manaus seien in den vergangenen Monaten unerwartet gestiegen, würden aber unter Kontrolle gebracht, sagte Pazuello in einer Anhörung im Senat.

Die Hälfte der impfberechtigten Bevölkerung in Brasilien solle bis Juni und der Rest bis zum Ende des Jahres geimpft werden. Allerdings hat das Land aktuell nur Impfdosen gesichert, um die Hälfte seiner Bevölkerung zu versorgen.

Die neue Coronavirus-Variante war im Januar bei vier aus Brasilien nach Japan eingereisten Menschen nachgewiesen worden. Sie kamen aus dem Amazonas-Gebiet.

Jüngste Analysen der Forschungseinrichtung Fundação Oswaldo Cruz in Rio de Janeiro deuten darauf hin, dass die Variante schon für 90 Prozent der Corona-Fälle im Bundesstaat Amazonas verantwortlich ist. Sie wurde auch in anderen Teilen Brasiliens und anderen Ländern weltweit nachgewiesen - darunter auch Deutschland.

Brasilien hatte vor etwa drei Wochen mit Präparaten des chinesischen Unternehmens Sinovac Biontech und des britischen Konzerns Astra Zeneca begonnen zu impfen. Das Butantan-Institut in Sao Paulo erklärte, dass es mit Studien zur Manaus-Variante bereits begonnen habe, Ergebnisse aber erst in zwei Wochen zu erwarten seien.

Auch das biomedizinische Zentrum Fiocruz in Rio de Janeiro, das eine Partnerschaft mit Astrazeneca eingegangen ist, teilte mit, dass es ebenfalls die Wirksamkeit gegen die Amazonas-Variante untersuche und Proben nach Oxford geschickt habe.

Das Gesundheitsministerium hat bisher keine Daten der von Pazuello zitierten Analyse zur Verfügung gestellt. Auf Anfragen dazu reagierte das Ministerium zunächst nicht.In Brasilien sind seit Beginn der Pandemie in über 9,7 Millionen Fällen Menschen positiv auf Corona getestet worden. Mehr als 236.000 Menschen starben, die positiv getestet worden waren.

Anmerkung: In einer früheren Variante dieser Geschichte haben wir geschrieben, es handle sich um eine völlig neue Variante aus Brasilien.

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