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Chronik Welt
11/17/2020

Hurra, hurra, der Pumuckl ist bald wieder da

Fans aller Altersstufen können sich auf neue Folgen des Kobolds freuen. Zu seinem 60. Geburtstag soll es soweit sein

von Ulrike Botzenhart

„Am liebsten macht er Schabernack, Leute ärgern nicht zu knapp, schwups, schon ist die Feile weg, wer hat die nur weggesteckt?“

Der Pumuckl natürlich.

Den rothaarigen Kobold, der in der Werkstatt von Meister Eder in München sein Unwesen treibt, kennen heute vom Kindergartenkind bis zur Ururgroßmutter im Seniorenheim wirklich alle bei uns. Ellis Kaut wäre heute, Dienstag, 100 Jahre alt geworden. Sie schuf den Schelm, der 1962 in einer Hörspielreihe im Bayerischen Rundfunk seinen ersten Auftritt hatte. Der Pumuckl, der dann ab den 80er-Jahren den Kindern vor dem Fernseher Puddeling, sterbseln und die Lust am Reimen bescherte, geht also auch schon auf die 60 zu.

Kaut starb vor fünf Jahren, aber ihr frecher Rotschopf soll neue Abenteuer erleben. Die Pumuckl Media GmbH, bei der die Rechte nun liegen und in der Kauts Erben, die Pumuckl-Zeichnerin Barbara von Johnson und die Infafilm GmbH vereint sind, plant eine neue TV-Serie „Meister Eder und sein Pumuckl“.

Geburtstagsgeschenk

Die Serie werde derzeit von der Produktionsfirma Neue Super entwickelt, man sei in Gesprächen mit einem Streaming-Dienst und einem Sender, gab Geschäftsführerin Cornelia Liebig-Marciniak bekannt. „Die Verhandlungen laufen noch.“ Nächstes Jahr wird mit der Produktion von 13 Folgen für die erste Staffel begonnen, 2022 soll sie gezeigt werden. Danach soll jedes Jahr eine neue Staffel folgen.

Neue Pumuckl-Geschichten wären für ihre Mutter „das größte Geburtstagsgeschenk“, sagt Kauts Tochter, Ursula Bagnall. Cornelia Liebig-Marciniak betont, alles werde nach Kauts Vorstellungen gestaltet. „Es gibt Vorgaben, was der Pumuckl kann und was er nicht kann. Im Rahmen dessen werden auch die neuen Geschichten entstehen.“

Pumuckls Hochzeit abgesagt

Kaut hatte zu Lebzeiten genau geschaut, was ihr Kobold so anstellt – oder was man mit ihm macht. So hatte die Illustratorin die Idee, Kinder eine Freundin für Pumuckl malen zu lassen. Das fand Kaut „unappetitlich“. Autorin und Illustratorin stritten sich sogar vor Gericht. Am Ende entschied das Münchner Landgericht, eine Freundin und auch eine Hochzeit stünden ihm zu. Dazu kam es nicht, er blieb Single.

Was kommt jetzt? Der KURIER hat den Pumuckl gefragt, der Schalk blitzte ihm aus den Augen und er krächzte: „Wie denn? Wo denn? Was denn? Wer denn? Aso! Naja, tschüss, ach, nein, pfürti, pfürti, pfürti!“

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