"Friends" begeistert seit vielen Jahren das Publikum - auch auf Streaming-Plattformen

© Warner Bros.

Kultur
11/04/2020

"Friends", die Queen oder Malen mit YouTube: Kultur für schwierige Tage

Emotionaler Komfort. Tipps der KURIER-Kulturredaktion zum Ablenken, Entspannen, Genießen.

In grauen Tagen wie diesen braucht es  ordentlich Glanz und Glamour. Buckingham Palace ist diesbezüglich eine gute Quelle. Aktuell  absolviert die Queen zwar kaum staatstragende Termine, aber davon hatte sie in ihrem Leben  bereits  genug.

Nachzublättern ist das in einem  im Taschen Verlag erschienenen Prachtband mit dem Titel „Her Majesty“, eine königliche Chronik und ein Schaulaufen großer Fotografen.

 

Dazu passen  nicht nur Tee und Feingebäck, sondern  auch die Serie „The Crown“ über Elizabeth II. Von dem wunderbar opulenten und  vielfach ausgezeichneten Drama stehen auf Netflix drei Staffeln zum Abruf bereit. 

Das tägliche  Date mit der Königin kann man  nicht bloß als gelungenen Zeitvertreib verbuchen, sondern auch als Vorbereitung für die Zukunft. Denn die vierte Staffel von „The Crown“ startet am 15. 11. Fehlt  nur noch der   Butler mit  dem Essen. Lieferdienst geht aber auch.Weise

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Herumkleckern mit YouTube

Seit Bob Ross  wissen wir: Es gibt nichts Entspannenderes, als anderen beim Malen zuzusehen. Und das geht auch in unkitschig. Wer auf YouTube „Real Time Painting“ eingibt, kann für Stunden in eine wunderschöne Parallelwelt abtauchen.  Zum Beispiel mit der Londoner Künstlerin Minnie Small.

Kleine Warnung am Rande: Der eigene Malkasten liefert nicht zwingend dieselben Ergebnisse. Spaß macht’s trotzdem. 

Zweite Karriere als Rapperin

Noch drei Monate, dann wird Radha Blank vierzig. Ihre  Karriere als Theaterautorin ist ins Stocken geraten.  Statt auf dem Broadway, unterrichtet sie in Harlem. Da kommt ihr  die Idee: Sie will als Hip-Hopperin durchstarten und über das Älterwerden rappen.

Ausgerechnet. Blanks autobiografisch inspiriertes Regiedebüt  „Mein 40-jähriges Ich“ ist  eine witzig-melancholische NewYorker Komödie, gedreht  in herrlichem Schwarz-Weiß.

Ein Hauch von Hollywood

Im Jänner war die Welt noch in Ordnung. Die Wiener Philharmoniker spielten ihr Neujahrskonzert, Corona war eine Biermarke, und mit John Williams gastierte eine Hollywood-Legende im Musikverein. Am 18. 1. waren die Philharmoniker, Stargeigerin Anne-Sophie Mutter und Dirigent Williams mit Filmklassikern von Williams live zu erleben. Drei Stunden  ganz großes Kino für  Kopf und Ohren – auf CD, Blu-ray dokumentiert. Oscarreif!

Ein Stück Glück in diesen Zeiten

„Brennende Liebe“ ist der erste Titel, den die 634 Buchseiten freigeben, die just am Tag nach dem Terror per Post aus Übersee  gekommen sind. Es ist aber kein deutscher Ärzteroman, sondern eine englischsprachige Ausgabe von „Louise Glück, Poems 1962–2012“ (auch als eBook). Wer die Lyrik der US-Nobelpreisträgerin lieber auf Deutsch entdecken will, kann ab Mitte November die Bände „Averno“ und „Wilde Iris“  bei Luchterhand erstehen.

David Bowies exquisites Vermächtnis 

22. und 23. 11. 2003: David Bowie tritt im Rahmen seiner letzten Tour im Point Theatre in Dublin auf.  Der österreichische Regisseur Paul Hauptmann filmt für die „A Reality Tour“-DVD mit und fängt die Rocklegende in Bühnen-Bestform ein: Die Show ist  exquisit, die Band  ist perfekt eingespielt. Sie trägt  den Boss   und seine prächtige Stimme durch Hits wie „Heroes“ und „Ziggy Stardust“, aber auch Perlen wie  „Bring Me The Disco King“.

Galerienbummel bleibt erlaubt

Man hat uns viel verboten, aber nicht den Galerienbummel. Denn selbst Informationsgalerien gelten als Geschäfte. So gibt es dieser Tage gleich mehrere Soft Openings: Heimo Zobernig bei Meyer Kainer (Donnerstag 12–20 Uhr), Hans Weigand bei Gabriele Senn (Samstag 11–16 Uhr) und Christian Eisenberger bei Ursula Krinzinger. Dort lädt man sogar ein, die Sperrstunde zu sprengen: Die Galerie will am Donnerstag bis 21 Uhr offenhalten ...

Das Begleitbuch zu Beethoven

Wie man Sinneseindrücke konserviert und in andere Medien überträgt, ist zentrales Thema der Schau „Beethoven bewegt“ im  KHM.

Das Begleitbuch (Hatje Cantz Verlag, 48 €) darf   als eigenständige Fortsetzung der   Ausstellung (dzt. geschlossen, Laufzeit bis 24. 1.) gelten: Mit Texten  von Beat Wyss bis Vea Kaiser, Cartoons von Nicolas Mahler und Kunst u. a. von Jorinde Voigt (Bild) ist ein dichter, schöner und  anregender Band gelungen.

Nur das Happy End hören (und Pointen lesen)

Ausnahmezeiten erlauben Ausnahmemaßnahmen:  Man darf mehr Schoko naschen als sonst, und auch bei Wagners „Parsifal“ (ausnahmsweise!) bis zum Finale vorspringen. Die letzten 30 Minuten sprechen mit der schönsten Musik überhaupt vom Aufheben allen Leides, und ja, das braucht man jetzt.

Und: Die „Scheibenwelt“ von Terry Pratchett (Bild) lesen. Dutzende Bücher voller Menschenliebe und -verständnis und humaner Pointen.

 

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