Schäferhund-Mischling an Ampel totgefahren: Besitzerin sitzt in Dubai fest

In Essen wurde ein Hund an einer Fußgängerampel von einem Auto überfahren und tödlich verletzt. Der Lenker beging Fahrerflucht.
Schäferhundmischling liegt auf der Couch

An einer grünen Fußgängerampel in Essen, Deutschland, ist am Montagmorgen gegen 10:45 Uhr ein Hund von einem Fahrzeug erfasst worden, das nach Zeugenaussage bei Rot über die Ampel gefahren sein soll. Der Tierrettungsdienst traf kurze Zeit später ein, konnte dem jungen Vierbeiner jedoch nicht mehr helfen. Auf Facebook bittet die örtliche Tierrettung nun um Hinweise, um den flüchtigen Lenker ausfindig zu machen.

Aufgrund der angespannten Kriegssituation im Nahen Osten sitzt die Besitzerin des neun Monate alten Schäferhund-Mischlings Milow gemeinsam mit ihrer Tochter in Dubai fest. Währenddessen übernahm ihr Vater, Peter Urban (64), die Betreuung des Tieres. Als er gerade dabei war, den Hund Gassi zu führen, ereignete sich das tragische Unglück.

Hund an Ampel von Auto erfasst – tot

Aufnahmen einer Überwachungskamera an der Straße zeigen, wie Milow mit dem 64-Jährigen an der Ampel wartet. Als das Signal auf Grün springt, läuft der Hund los und befindet sich etwa einen halben Meter vor seinem Begleiter. In diesem Moment nähert sich ein grauer SUV mit hoher Geschwindigkeit und überfährt das Tier trotz eines kurzen Bremsmanövers. Der Hund überschlägt sich daraufhin und läuft noch einige Meter verängstigt weiter. 

In einem Facebook-Beitrag schildert die Tierrettung, der Wagen habe den Hundehalter nur "um Haaresbreite" verfehlt. Zwar wurde das Fahrzeug nach dem Zusammenstoß kurz langsamer, fuhr aber dennoch weiter. Wenige Minuten später war Milow tot. Nach Angaben der Helfer "blutete [er] aus dem Maul und wies Schädelverletzungen sowie weitere Abdomenverletzungen auf." 

Wegen Iran-Krieg: Hundebesitzerin sitzt in Dubai fest

Im Gespräch mit RTL berichtet Urban, dass er seiner Tochter und Enkelin die Nachricht vom Tod Milows aus der Ferne überbringen musste. Aufgrund des Iran-Kriegs konnten sie bislang nicht nach Deutschland zurückfliegen. "Tochter und deren Tochter, nur am Heulen", so der 64-Jährige, der selbst sichtlich um Fassung ringt. 

In den sozialen Medien wird inzwischen mithilfe von Videos und Screenshots der Überwachungsaufnahmen intensiv nach dem mutmaßlichen Unfallverursacher gesucht. Tierrettungssanitäter Stephan Witte betont: "Es gehört zu einer Pflicht eines jeden Verkehrsteilnehmers, Erste Hilfe zu leisten, egal ob Mensch oder Tier. Und man muss anhalten und fragen: 'Kann ich etwas tun?'. Dies ist nicht geschehen."

Kommentare