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„Konnte meine Knochen sehen“: Hai attackiert Bub (12) vor den Augen seines Bruders

Ein Hai hat auf den Bahamas einen 12-jährigen US-amerikanischen Buben während einer Schwimmtour mit seinem Bruder attackiert.
Hai schwimmt im Meer, während sich das Sonnenlicht auf der Wasseroberfläche bricht

Am Dienstag, dem 23. Juni, kam es nahe der Insel Staniel Cay auf den Bahamas zu einem Hai-Angriff. Ein 12-jähriger US-Amerikaner, der gemeinsam mit seinem Bruder an einer Schwimmtour teilgenommen hatte, wurde von dem Raubfisch attackiert und verletzt. 

Nach Angaben der Polizei ist der Zustand des Buben stabil.

Bahamas: Bub (12) während Schwimmtour von Hai attackiert

Wie CBS News berichtet, befand sich die Familie zum Zeitpunkt des Vorfalls auf Urlaub, als es gegen 15:30 Uhr zu dem Angriff kam. Laut einer Pressemitteilung der Royal Bahamas Police Force wurde der verletzte 12-Jährige, der als Parker Roll identifiziert wurde, mit dem Boot auf die Insel New Providence gebracht. Die Mutter von Roll schilderte den Behörden, dass ihre beiden Söhne an einer Tour durch ein Gebiet in den Exuma Cays teilgenommen hatten, als ein Hai den 12-Jährigen biss. 

Die Inselgruppe ist vor allem für ihre schwimmenden Schweine sowie für Schnorchel- und Tauchausflüge bekannt. 

12-Jähriger in stabilem Zustand

Nähere Angaben zu den Verletzungen machte die Polizei nicht. Sie teilte jedoch mit, dass der Bub umgehend medizinisch versorgt wurde und sich seit Mittwoch in einem stabilen Zustand befindet. Laut dem International Shark Attack File belegen die Bahamas weltweit Platz neun bei unprovozierten Haiangriffen.

Bub nach Haiangriff: „Konnte meine Knochen sehen“

In einem Interview mit Click2Houston erklärte der Bruder von Roll, Jack, dass er den Hai im Wasser gesehen hatte. Er ging jedoch davon aus, dass das Tier harmlos sei. Er rief dem 12-Jährigen zu: „Schau dir diesen Felsen an. Er sieht aus wie ein riesiger Hai‘“.

Kurz darauf wurde Parker Roll attackiert. Im Interview schilderte er, unter welchen Schmerzen er während des Angriffs litt: „Ich schaute nach unten und konnte meinen Knochen sehen. Es fühlte sich an, als würde ein Messer immer wieder stechen und sich dann drehen.“ Sein Bruder Jack handelte schnell und kümmerte sich um den Bub. Mit der Badehose vorn Parker stoppte er die Blutung und leistete Erste Hilfe. 

Mit mehr als 1.000 Stichen genäht

Laut den Ärzten hatte Jack rechtzeitig gehandelt und die Wunden an dem Bein und Fuß von Parker Roll konnten gut versorgt werden. „Ich habe mein Bein nicht verloren“, sagte Parker, „Aber es bestand eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass ich es verloren hätte, wenn die Blutung nicht gestoppt worden wäre.“ Der 12-Jährige musste insgesamt mit mehr als 1.000 Stichen genäht werden. Roll muss sich schonen, soll sich aber bald komplett erholen. 

  • Die Brüder glauben, dass der Hai entweder ein Riffhai oder ein Zitronenhai gewesen sein könnte. 
  • Riffhaie können je nach Art bis zu 2,5 Meter lang werden. 
  • Zitronenhaie erreichen eine Länge von bis zu drei Metern. 

Die offizielle Haiart wurde noch nicht bestätigt. 

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