21-Jährige soll mithilfe von ChatGPT zwei Männer getötet haben
Südkorea: Eine 21-Jährige steht unter Mordverdacht. Sie soll zwei Männer mit Drogen versetzte Getränke verabreicht und zuvor ChatGPT nach der Wirkung befragt haben. (Symbolbild)
Eine 21-Jährige in Südkorea steht unter Mordverdacht: Die Frau wird beschuldigt, zwei Männern mit Drogen versetzte Getränke verabreicht zu haben.
Laut Ermittlungen soll sie zuvor mehrfach die Künstliche Intelligenz ChatGPT nach möglichen Wechselwirkungen von verschreibungspflichtigen Medikamenten und Alkohol befragt haben.
Frau (21) stellte bei ChatGPT verdächtige Fragen
Wie BBC berichtet, wertete die Polizei in Seoul das Mobiltelefon der 21-Jährigen, die bislang nur unter dem Nachnamen "Kim" bekannt ist, aus. Dabei stießen die Ermittler unter anderem auf folgende Suchanfragen, welche die Verdächtige offenbar bei ChatGPT gestellt hat:
"Was passiert, wenn man Schlaftabletten mit Alkohol einnimmt?"
"Wie viele muss man einnehmen, damit es gefährlich wird?"
"Könnte es jemanden töten?"
Drogen in Getränk gemischt
Gegenüber den Beamten gab Kim zu, den Männern verschreibungspflichtige Beruhigungsmittel in ihre Getränke gemischt zu haben. Sie behauptete jedoch, nicht gewusst zu haben, dass die hohen Dosen tödlich wirken könnten. Ein Ermittler betonte hingegen, die 21-Jährige sei sich "vollkommen bewusst gewesen, dass der Konsum von Alkohol zusammen mit Drogen zum Tod führen kann."
Zwei Männer tot im Motelzimmer aufgefunden
Der erste mutmaßliche Angriff fand am 28. Jänner statt. Gemeinsam mit einem Mann betrat Kim ein Motel in Suyu-dong, einem Stadtteil des Bezirks Gangbuk, und verließ es zwei Stunden später allein. Am nächsten Tag wurde der Mann tot im Zimmer aufgefunden.
Knapp zwei Wochen später, am 9. Februar, wiederholte sie offenbar die Tat, diesmal mit einem Mann in seinen Zwanzigern in einem Motel in Seoul. Auch er verstarb.
Ermittlungen zufolge könnte der erste Mordversuch bereits im Dezember 2025 stattgefunden haben. Damals soll Kim ihrem damaligen Partner auf einem Café-Parkplatz ein mit Drogen versetztes Getränk gegeben haben. Er wurde zwar ohnmächtig, kam jedoch wieder zu Bewusstsein. Polizeibeamte vermuten, dass die 21-Jährige daraufhin die Dosen der beigemischten Substanzen erhöht haben könnte.
Am 11. Februar wurde die Verdächtige festgenommen. Zum möglichen Motiv wurden bislang keine Details veröffentlicht.
Die Ermittlungen laufen weiterhin auf Hochtouren und die Behörden prüfen, ob es möglicherweise weitere Opfer gibt.
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