Chronik | Österreich
05.01.2018

Wintersportler saßen stundenlang am Sessellift fest

In der Steiermark wurden 40 Skifahrer und Snowboarder von Liftpersonal, Bergrettung und Alpinpolizei gerettet.

„Ein Traumtag beginnt. Perfekte Pisten, strahlender Sonnenschein und traumhafte Aussicht“, schrieben die Bergbahnen Loser auf ihrer Facebookseite am Freitag in der Früh. Für 40 Skifahrer und Snowboarder wurde der Tag aber eher zum Albtraum.

Bis zu drei Stunden saßen die Urlauber am Lift fest, darunter auch KURIER-Reporterin Anna-Maria Bauer. Am frühen Nachmittag, gegen 14 Uhr, ging plötzlich nichts mehr bei einem der Sessellifte. „Eine halbe Stunde hörten wir nichts, dann hieß es, dass wir ruhig bleiben sollen, weil der Notbetrieb beginnt“, schildert Bauer. „Dann fuhren wir eine Stunde langsam zwei Meter vor und dann wieder zwei Meter zurück. Später hieß es, dass der Notbetrieb nicht geht und wir nun geborgen werden.“

Die genaue Ursache für den Defekt ist noch unklar. Erst vor zwei Tagen schlug in der Nähe ein Blitz ein, dabei könnte etwas beschädigt worden sein. Mehrere Dutzend Männer und Frauen vom Lift-Personal, der Bergrettung und der Alpinpolizei retteten die Skifahrer und Snowboarder. Niemand wurde verletzt, berichtete Geschäftsführer Rudolf Huber. Die Seilbahnen gehören mehrheitlich dem Ex-Finanzminister Hannes Androsch.

Geld zurück für Festgesessene

„Gefühlt haben sie uns ewig hängen lassen. Sogar mir wurde kalt“, sagt die sonst kältegestählte KURIER-Reporterin. „Wir wurden dann mit dem Skidoo zur Bergstation gebracht. Dort gab es Tee und einen beheizten Raum vom Bergrettungsdienst. Die waren sehr nett zu uns, sie mussten teilweise selbst erst ihre Arbeitsstellen verlassen.“

Den rund 40 festgesessenen Skifahrer und Snowboarder wurde das Geld für die Tageskarte zurückgegeben. Am Samstag soll der Lift wieder funktionieren.