Wer aktiv wird, findet am 24. 12. sicher Gesellschaft

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Chronik Österreich
12/19/2021

Wie die Familientreffen um den Christbaum ablaufen

Der Lockdown für nicht geimpfte oder genesene Personen ist für kleine Feiern im Privatbereich unterbrochen, Lokale bleiben tabu.

von Elisabeth Holzer

Weihnachten ist nicht abgesagt, trotz Bedenken wegen Omikron sind Feiern im Familien- oder Freundeskreis möglich - auch für Menschen, die nicht geimpft oder genesen sind.

Welche Regeln gelten nun? Ein Überblick.

Vom Opa bis zur Enkelin sind alle geimpft oder genesen. Wie groß darf Ihre Familienfeier werden?

Es dürfen bis zu 25 Personen teilnehmen. Das regelt die sechste Covid-Schutzmaßnahmenverordnung, die diese Höchstanzahl für Zusammenkünfte in Innenräumen ohne fixe Sitzplätze erlaubt. Diese Vorgabe gilt auch in privaten Haushalten.

Was ändert sich, wenn Nicht-Immunisierte bei den Feiern dabei sind?

Für alle ab zwölf Jahren ohne 2-G-Nachweis gilt nach wie vor der Lockdown mit nur wenigen Ausgangsgründen (Lebensmittel einkaufen, zum Arzt oder zur Arbeit gehen, engste Bezugspersonen treffen). Für die Weihnachtstage 24., 25. und 26. 12. sowie den Silvestertag, 31. 12., wurden diese Gründe erweitert: Auch wer nicht geimpft oder genesen ist, darf an Feiern mit bis zu zehn Personen teilnehmen.

Macht es rechnerisch einen Unterschied, ob Kinder bei Feiern sind?

Nein, sie werden laut Gesundheitsministerium in die Gästezahl eingerechnet: Es dürfen je nach Zusammensetzung also nur maximal zehn Personen (wenn Nicht-Immunisierte dabei sind) oder 25 Personen sein -  jeweils inklusive Kinder.

Eine 16-köpfige Patchwork-Familie trifft sich im Haus der Oma. Doch zwei Familienmitglieder sind weder geimpft noch genesen. Geht das?

Gemäß den Weihnachtsausnahmen gilt die 2-G-Regel ab elf Personen, somit wäre das untersagt. Doch hier stellt sich die Frage der Kontrollmöglichkeit: Die Polizei darf nicht in Wohnungen gehen, um ausschließlich 2-G-Nachweise zu prüfen. Das ändert sich, sobald ein anderer Verstoß überprüft wird: Gibt es z. B. eine Anzeige wegen Lärmerregung, dann darf die Polizei kontrollieren und dabei auch 2-G-Nachweise der Anwesenden prüfen. Bei Verstößen drohen Strafen von 500 bis 1.450 Euro, weil mehrere Delikte zusammenfallen können.

Darf eine Freundesrunde am Christtag im Gasthaus essen oder am Stefanitag in die Therme?

Das kommt darauf an: Sind alle geimpft oder genesen, dann ja. Nicht-immunisierte Personen dürfen weiterhin nicht in Freizeiteinrichtungen oder Lokale, denn dort gilt die 2-G-Regel.

Wer darf am Heiligen Abend die Christmette besuchen?

Jeder, der das möchte: In Gottesdiensten gelten zwar Maskenpflicht (FFP2 ab 14 Jahren, Schwangere oder 6-14-Jährige brauchen Mund-Nasen-Schutz) und ein Meter Mindestabstand, aber für Besucher keine weiteren Zugangsregeln. Für alle, die liturgische Dienste erbringen, also etwa der Pfarrer oder die Ministranten, gilt jedoch die 3-G-Regel.

Muss man nun Weihnachtslieder mit Maske singen?

Die Schutzmaßnahmen-Verordnung legt prinzipiell fest, dass bei Treffen in Innenräumen ohne fixe Sitzplätze Masken zu tragen sind. Theoretisch gilt das auch im Privatbereich, praktisch ist das unkontrollierbar. In der Kirche gilt diese Vorschrift für Besucher aber schon: Es darf gesungen werden - die Maske bleibt aber auf.

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