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Chronik Österreich
01/18/2021

Wetter: Noch einmal tief winterlich vor der Schneeschmelze

Ein Islandtief bringt am Montag nochmal kräftige Schneefälle. Allerdings leitet die Front auch eine Wetterumstellung zu milderem Atlantikwetter ein.

Wer in Osten des Landes noch keinen Schneemann gebaut hat, sollte sich beeilen: Es wird warm, ab Mitte der Woche herrscht Föhn. 

Davor aber gibt es noch einmal kräftige Schneefälle in weiten Teilen Österreichs. Die Österreichische Unwetterzentrale hat heute früh gar über gleich mehrere Bundesländer die rote Warnstufe verhängt: Vorarlberg, Tirol, Salzburg, Oberösterreich, Niederösterreich und die Steiermark.

Verantwortlich für die kräftigen Schneefälle in den Nordalpen ist ein Islandtief. Vom Bodensee bis zum Karwendel hat es bereits ergiebig geschneit. Über Nacht hat sich der Schwerpunkt des Schneefalls ins Salzkammergut verlagert. Hier herrschen heute Früh tiefwinterliche Bedingungen.

Von Westen her schieben sich im Tagesverlauf mildere Luftmassen nach Österreich sodass im Westen des Landes der Schneefall zu Schneeregen werden kann.

Neuschnee kommt

Vom Salzkammergut bis in den Wienerwald gibt es heute dann bis einiges an Neuschnee, prognostiziert Meteorologe Manfred Spatzierer - auch in Wien: "Im östlichen Flachland sind bis zum Abend rund fünf Zentimeter zu erwarten."

Doch schon am Dienstag dreht sich die Wetterlage wieder völlig: Das Islandtief "Flaviu" schiebt gleichsam eine Warmfront vor sich her.

Gefrierender Regen

Am Dienstag steigt zunächst die Schneefallgrenze auf mehr als 1.000 Meter, wobei es allerdings im Donauraum  wegen sich zäh haltender Kaltluft abends zu gefrierendem Regen kommen kann. Dennoch, es wird bereits milder, die Tageshöchsttemperaturen liegen je nach Region zwischen minus 2 und plus 6 Grad.

Ab Mittwoch  ist es dann endgültig vorbei mit Schneemännern im (östlicheren) Flachland: Föhn kommt auf, der durchaus stürmisch werden kann.  Es setzt Tauwetter ein: Die Tageshöchstwerte steigen vor allem in Tallagen schon auf bis zu 10 Grad.

Föhnsturm auf Bergen

Das milde Wetter soll auch am Donnerstag bleiben, allerdings nimmt der Föhnwind an Stärke zu: Er wächst sich auf den Bergen zu einem Sturm aus, beschreibt Meteorolge  Spatzierer.  Am Patscherkofel in Innsbruck dürfte es Böen mit bis zu 140 km/h  geben, auch in den Tälern des Alpenhauptkammes werden Spitzen von bis zu 80 km/h erwartet.

Im übrigen Österreich wird es dagegen nebelig, teilweise setzt gegen Abend leichter Regen ein. Die Temperaturen liegen zwischen ein und 12 Grad.

Die Prognose für das kommende Wochenende ist noch vage: Am Freitag wird erneut eine Kaltfront erwartet, die im Bergland wieder etwas Neuschnee bringen dürfte. In Tallagen "scheint der Winter aus heutiger Sicht nicht so schnell zurückzukehren", betont Spatzierer.

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