Wenn es Nacht wird in Wien: Was Obdachlose fürchten

Wenn es Nacht wird in Wien: Was Obdachlose fürchten
Drei Attacken auf schlafende Menschen sorgen unter den Armen der Stadt für Angst, Wut, aber auch ein bisschen Solidarität. Der KURIER sprach mit ihnen.

Sie steigen mit ihren Schuhen in den Schlafsack, zippen den Sack nicht bis oben hin zu. Um schneller flüchten zu können. Nur eine von vielen Beobachtungen in einer dieser Tropennächte im August. Wo man in der extrem heißen Dunkelheit auch hinkommt, überall sind die Morde an den schlafenden Obdachlosen ein Thema. Menschen, die sonst nur selten interviewt werden, geben bereitwillig Auskunft.

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Die Gewaltserie, die am 12. Juli unmittelbar neben der Donau begonnen hat, hat Spuren hinterlassen. Das weiß auch Susanne Peter, die seit gut dreißig Jahren für die Caritas im Einsatz ist. Die Sozialarbeiterin hat in Wiener Nächten unzählige Menschen auf der Straße kennengelernt und betreut, viele auf ihrem letzten Weg begleitet. Weil das Leben dort draußen auch ohne Mörder zuerst krank macht und am Ende tötet.

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