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Chronik Österreich
02/05/2021

Virusmutationen: Bisher 600 Verdachtsfälle in Tirol

Für die südafrikanische Variante gibt es bis dato 75 Bestätigungen, für die britische Variante 21. Rund 300 Proben sind noch in Auswertung.

von Christian Willim

Das Land Tirol hat ein Problem mit gehäuften Corona-Fällen der südafrikanischen Virusmutation. Darin sind sich die Experten einig. Uneinigkeit herrscht weiter darüber, ob das Bundesland zur Eindämmung in Österreich isoliert werden muss oder nicht.

Seit Anfang des Jahres hat sich bei rund 600 positiven PCR-Tests in Tirol in Voranalysen der Verdacht ergeben, dass eine Virusmutation vorliegen könnte, heißt es auf KURIER-Anfrage beim Land.

Von Seiten der AGES wurden für Tirol nach weiteren Untersuchungen bis dato 75 Fälle der südafrikanischen Variante und 21 der britischen Variante bestätigt - aktuell positiv ist derzeit jeweils nur noch ein Infizierter.

Hälfte der Verdachtsfälle noch in Auswertung

Bei rund 300 der Verdachtsfälle ist noch ein Ergebnis ausständig. Beim Land Tirol zeigt man sich überzeugt davon, dass die Auffälligkeiten erst durch das engmaschige Monitoring entdeckt wurden. Und sieht sich dabei anderen Bundesländern voraus.

So werde seit dem Cluster mit einer britischen Virusmutation in Jochberg Anfang Jänner jeder positive Corona-Test vom Tiroler Partnerlabor auf Mutationsauffälligkeiten geprüft. In diesen Vortests kann inzwischen nicht nur auf die britische, sondern seit Donnerstag auch auf die südafrikanische Variante gescannt werden, wie Ralf Herwig, Leiter der HG Lab Truck erklärt.

Wie viele Proben oder vorselektierte Verdachtsfälle von anderen Bundesländern bislang an die AGES geschickt wurden bzw. von ihren Kooperationspartnern (CeMM, IMBA, IMP) analysiert werden, konnte die AGES am Freitag vorerst nicht beantworten. Die Datenlage über die mögliche Verbreitung von Mutationen in Österreich bleibt damit vage.

Laut AGES wird derzeit an einer bundesland-spezifischen Darstellung der Verteilung der Mutationen und Variationen gearbeitet. "Dafür wird es eine eigene Datenbank geben, in die u.a. auch private Labore die Ergebnisse (Mutation) und Untersuchungsmethode einpflegen", erklärt ein Sprecher.

Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) kündigte indes am Freitag einen "Aktionsplan für Tirol" an.

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