Tirol wird zum Testfall für die Corona-Fitness der Spitäler

An der Uni-Klinik Innsbruck und anderen Tiroler Spitälern hat man sich vorbereitet
Schon in zwei Wochen kann es zu wenige Intensivbetten geben.

Die Bundesregierung hat am Montag ihre Maßnahmen im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus nachgeschärft (mehr dazu hier). Einmal mehr wurde darauf verwiesen, dass damit der Kollaps des Gesundheitssystems verhindert werden soll.

Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) fand drastische Worte: „Die Wahrheit ist: Es ist die Ruhe vor dem Sturm. Und wie grausam dieser Sturm sein kann, merkt man, wenn man in unser Nachbarland Italien schaut.“ Laut Kurz könnte es schon Mitte April zu einem Engpass an Intensivbetten kommen.

Die Ruhe vor dem Sturm herrschte bis vor wenigen Tagen auch an der Universitätsklinik Innsbruck, dem größten Spital Tirols. Doch damit ist es seit dem Wochenende vorbei, wie Mediziner berichten. „Es gibt einen stetigen Anstieg an Patienten“, bestätigt Klinik-Sprecher Johannes Schwamberger. Am Montag wurden in Innsbruck, das auch als Rückfalleinheit für alle Krankenhäuser des Landes dient, 56 Covid-19-Patienten behandelt – 21 davon intensivmedizinisch.

Tirol ist mit inzwischen bereits 2.263 positiv Getesteten nicht nur das derzeit am stärksten von der Epidemie betroffene Bundesland. Es ist durch das – aufgrund der Nähe zu Italien und dem Brandbeschleuniger Tourismus – frühe Auftreten der Krankheit bei der Entwicklung der Epidemie voraus. Und kann somit, bei allen regionalen Unterschieden, auch als Testfall für die Corona-Fitness der Spitäler gesehen werden.

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