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Chronik | Österreich
05/28/2019

Tirol: Wer Airbnb & Co nicht meldet, muss 5.000 Euro zahlen

Landesregierung beschließt Novelle des Aufenthaltsabgabegesetzes. Anzeige- und Registrierungspflicht kommt für Privatvermieter

Wer eine Unterkunft, auch über Online-Vermittlungsplattformen wie Airbnb, vermietet, muss das in Tirol künftig melden. Bei einem Verstoß gegen diese Anzeige- und Registrierungspflicht drohen Geldstrafen bis zu 5.000 Euro, bestätigte das Land Tirol einen Bericht der Tiroler Tageszeitung. Diese Regelung sei in der Novelle des Aufenthaltsabgabengesetzes verankert.

Der entsprechende Gesetzesentwurf wurde am Dienstag von der schwarz-grünen Landesregierung beschlossen. „Online-Marktplätze für Vermietungen wie etwa Airbnb entziehen dem Wohnungsmarkt zunehmend privaten Wohnraum“, sagte Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP).

Dieses Phänomen habe sich nicht nur in anderen europäischen Hauptstädten aufgetan, „sondern hat sich auch in Tirol in den letzten zehn Jahren zunehmend verschärft“, sagte Platter.

Chancengleichheit

Mit der Gesetzesnovelle will das Land künftig alle Unterkünfte in Tirol erfassen. „Es ist nämlich nicht einzusehen, warum heimische Hotelbetriebe Abgabepflichten zu leisten haben, gewisse private Vermieter von Online-Angeboten hingegen nicht“, meinte der Landeshauptmann und Tourismusreferent. Mit dem Gesetz wolle man Chancengleichheit schaffen. Jeder Unterkunftgeber müsse sich demnach beim jeweiligen Tourismusverband registrieren lassen.

Wer das nicht tut, begehe eine Verwaltungsübertretung, die von der Bezirksverwaltungsbehörde mit einer Geldstrafe von bis zu 5.000 Euro bestraft wird, hieß es zu den Konsequenzen. Der Gesetzesentwurf wird nun dem Tiroler Landtag vorgelegt.

Bundesweite Meldepflicht versprochen

Noch im April hatte Tourismusministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP) angekündigt, eine bundesweite Meldepflicht für Airbnb und eine Registrierungspflicht für Vermieter einführen zu wollen.

Laut Köstinger wollte man eine geplante EU-Richtlinie, wonach Buchungsplattformen alle Buchungen und Umsätze den Behörden bekannt geben müssen, bereits 2020 umsetzen.