Tief „Antonia“ sorgte für etliche Feuerwehreinsätze: Es bleibt weiter stürmisch

Tief „Antonia“ sorgte für etliche Feuerwehreinsätze: Es bleibt weiter stürmisch
Betroffen war am Montag in erster Linie das Land Tirol; in den kommenden Tagen zeigt sich das Wetter vorerst unbeständig.

Das Sturmtief „Zeynep“, das am Wochenende Österreich – und viele Teile von Europa – fest im Griff hatte, übergab am Montag direkt an Nachfolgerin „Antonia“. Bilder der Unwetterzentrale zeigen, wie die teils schweren Sturmböen wie ein Wasserfall über die Nordkette nach Innsbruck gestürzt sind. Auch in den kommenden Tagen bleibt es noch äußerst windig.

Der Sturm sorgte Montagvormittag im Norden Innsbrucks für etwa ein Dutzend technischer Einsätze. Dabei ging es in erster Linie darum, umgestürzte Bäume aus dem Weg zu räumen, hieß es vonseiten der Leitstelle Tirol. Personen kamen nicht zu Schaden. Nach nur etwa dreißig Minuten beruhigte sich die Lage wieder, „Antonia“ zog weiter in den Süden.

Tief „Antonia“ sorgte für etliche Feuerwehreinsätze: Es bleibt weiter stürmisch

Zu einem Einsatz wurde die Feuerwehr auch in die Gemeinde Silz (Bezirk Imst) gerufen, wo ein Dach durch den Wind abgedeckt worden war. Neben der Innsbrucker Berufsfeuerwehr standen fünf Einheiten der Freiwilligen Feuerwehr Innsbruck im Einsatz. Für einige Zeit stockte man zudem die Kapazitäten der Berufsfeuerwehr auf.

In Oberösterreich musste die Feuerwehr wegen der Folgen des Sturms etwa 30-mal ausrücken. Nachdem an zahlreichen Stellen Bäume entwurzelt wurden, mussten die Einsatzkräfte vor allem Verkehrswege freimachen und absichern, berichtete das Landesfeuerwehrkommando. Besonders betroffen waren die Bezirke Vöcklabruck, Wels-Land, Grieskirchen, Rohrbach, Steyr-Land und Schärding. Die Sturmspitzen betrugen gut 100 km/h.

Keine Entspannung

Derartig heftig soll es in den kommenden Tagen nicht mehr werden, sagte Nikolas Zimmermann vom Wetterdienst Ubimet gegenüber dem KURIER. Eine richtige Entspannung sei aber ebenso noch nicht in Sicht.

Auch am heutigen Dienstag bleibe es fast im gesamten Land windig. Nur im äußersten Süden und in einige Vorarlberger Tälern ist es bereits ruhiger. Von Osttirol über Mittelkärnten bis in den Donauraum breiten sich Böen mit Geschwindigkeiten von bis zu 80 km/h aus. „Es wird zwar weniger, ist aber immer noch stürmisch“, so Zimmermann. Ab Mittwochabend soll der Wind dann allmählich abflauen. Laut Prognose bleibt es bis auf Weiteres mild. Zumindest bis zum Monatswechsel ist bei den Temperaturen keine große Veränderung zu erwarten.

Bei Ubimet erklärt man die Häufung von Stürmen mit einem Jetstream – einem Starkwindfeld – über dem Nordatlantik, der viele Tiefdruckgebiete nach Europa bringt. Hierbei handle es sich laut Zimmermann aber um natürliche Schwankungen. Der diesjährige Winter steche allerdings heraus.

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