Mayrhofen ist aktuell ein Hotspot für die Südafrika-Mutation

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Chronik Österreich
02/26/2021

Südafrika-Variante: Maskenpflicht im Freien in drei Tiroler Gemeinden

Ab Samstag muss nicht nur in Mayrhofen, sondern auch in Schwaz und Jenbach an bestimmten Orten Maske getragen werden.

von Christian Willim

Am Samstag um 0 Uhr treten für die Gemeinde Mayrhofen im Tiroler Zillertal verschärfte Maßnahmen zur Eindämmung der südafrikanischen Virusmutation in Kraft. Wie berichtet, dürfen die Einwohner bis Mittwoch ihren Ort nur noch mit einem negativen PCR-Test (nicht älter als 72 Stunden) verlassen. Wie angekündigt, gilt auch an bestimmten öffentliche Orten mit starker Frequenz FFP2-Maskenpflicht.

Wie das Land Tirol am Freitag mitteilte, wird diese ab Samstag auch in der Bezirkshauptstadt Schwaz und in Jenbach - am Eingang zum Zillertal in der Inntalfurche gelegen - eingeführt. In Schwaz ist davon u.a. der Bereich eines Einkaufszentrums (die Stadtgalerien), der Bahnhofsvorplatz, ein Skaterpark (Psennerstraße), der Friedhofsparkplatz und der Postpark betroffen.

In Jenbach gilt die Maskenpflicht im Bereich Marktimbiss (SPAR-Markt) und der gegenüberliegenden Parkanlage. Der gesamte Bezirk gilt als Hotspot für die Südafrika-Mutation.

In der 4.000-Einwohner-Gemeinde Mayrhofen waren am Freitag 47 Personen aktiv Corona-positiv. Nur die ungleich größere Landeshauptstadt Innsbruck hat in Tirol in absoluten Zahlen mehr Infizierte (108). In dem Zillertaler Tourismusort soll die Beschränkung beim Verlassen der Gemeinde dazu führen, dass sich die Bewohner bis Mittwoch zwei Mal testen lassen.

Bis Freitagmittag gab es bereits 2.500 Anmeldungen für die zwei Teststraßen in der Marktgemeinde. „Das stimmt zuversichtlich, dass die Einwohnerinnen und Einwohner von Mayrhofen die brisante Lage erkannt haben und diese Aktion mittragen. Sie sind damit vorbildgebend für die Bevölkerung im Bezirk", erklärte Bezirkshauptmann Michael Brand.

Appell an Bevölkerung

Er hofft, "dass sich auch viele weitere Menschen im Bezirk Schwaz daran ein Beispiel nehmen und möglichst zahlreich an den Testungen im gesamten Bezirk teilnehmen". Was die PCR-Testergebnisse betrifft, werden Proben laut zur Analyse auf die südafrikanische Variante nicht mehr nach Wien geschickt, "sondern mit Unterstützung zweier Labors in Tirol ausgewertet. Dadurch kann enorm viel Zeit gespart werden."

Neben Mayrhofen werden die Testungen ebenso in den weiteren Gemeinden des Bezirks Schwaz forciert, heißt es in einer Aussendung des Landes. Die Bürgermeister des Bezirks appellieren an die Bevölkerung: „Eine Entwicklung wie in Mayrhofen muss mit allen Mitteln verhindert werden. Dafür ist es ausschlaggebend, dass die Bevölkerung insgesamt mitmacht."

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