© Wasserrettung Salzburg

Chronik Österreich
06/27/2021

Suche nach vierjährigem Bub in der Salzach

Der Bub wurde beim Spielen in den Fluss geschwemmt. Zahlreiche Einsatzkräfte sind im Einsatz.

Seit Samstagnachmittag sind in Bruck an der Großglocknerstraße (Pinzgau) dutzende Einsatzkräfte auf der Suche nach einem vierjährigen Burschen in Salzburg. Der Bub spielte mit seinem siebenjährigen Bruder und zwei weiteren Freuden am Seekanal (Abfluss des Zeller Sees) an der Einmündung der Salzach. Der Vierjährige habe laut Polizei seine Füße abkühlen wollen und sei dazu in den seichten Seekanal gestiegen. Plötzlich sei er aber an der Mündung des Seekanals in die Salzach von der Strömung mitgerissen worden.

Der Siebenjährige sprang unverzüglich in die Salzach und versuchte erfolglos seinen kleinen Bruder zu retten. Zwei Passanten, ein 23-jähriger Syrer und ein 30-jähriger Ungar, bemerkten den Vorfall und sprangen sofort in den Fluss.

Während sie den Siebenjährigen retten konnten, trieb das zweite Kind ab. Seitdem ist der Vierjährige (zunächst berichtete Einsatzkräfte von einem Sechsjährigen) vermisst. Das gerettete Kind wurde von der Rettung ins Krankenhaus nach Schwarzach gebracht.

Großaufgebot

151 Einsatzkräfte suchten in der Salzach - im Bereich Bruck bis zum Kraftwerk Gries - nach dem Jungen: Während Hubschrauber der Polizei und des Bundesheeres aus der Luft Ausschau hielten, waren Feuerwehr und Wasserrettung mit Booten, Tauchern und Sonargeräten unterwegs. Sogar in der Nacht führten zwei Boote die Suche fort. Vorerst aber ohne Erfolg. Deshalb wurde um 7 Uhr wieder mit einem Großaufgebot gestartet.

Über 70 Einsatzkräfte suchen die Salzach mit Booten, Fließ- und Wildwasserrettern sowie Tauchern ab. Erschwerend komme bei der Suchaktion laut Markus Gewolf von der Wasserrettung in Salzburg hinzu, dass die Salzach nach einem Unwetter in der Nacht auf Sonntag sehr trüb sei: „Von den Zuflüssen in die Salzach kommt extrem schmutziges Wasser. Die Taucher sehen nichts und müssen sich mit Tasten voranarbeiten - das ist schwierig und dauert seine Zeit.“

Man werde den Einsatz so lange fortsetzen, bis man den Buben finde, hieß es von der Wasserrettung.

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