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Chronik Österreich
12/27/2020

Sturm und Bewegungsdrang: Lange Schlangen beim Wiener Eistraum

Trotz oder gerade wegen des Lockdowns ist der Andrang beim Eislaufplatz vor dem Rathaus groß. Ist man erst einmal drinnen, sollen Registrierungspflicht und Corona-Piepserl Sicherheit gewährleisten.

von Marlene Penz

Ein Sonntag, an dem die Sonne kräftig schien, hat die Wienerinnen und Wiener in Scharen zum Rathausplatz pilgern lassen, dort standen sie dann Schlange, um ein paar Runden Schlittschuh zu fahren.

Grund dafür war aber nicht nur das schöne Winterwetter, sondern auch der dritte Lockdown und die damit einhergehenden Maßnahmen – allen voran das Corona-Management beim Wiener Eistraum. Beim Einlass muss sich jeder Besucher registrieren und wird mit einem Corona-Distance-Marker – einem Gerät, das Alarm schlägt, wenn man einem anderen Freizeitsportler zu nahe kommt – ausgestattet.

„Wir informieren die Besucher über die längeren Wartezeiten, aber abweisen mussten wir noch niemanden, der sich angestellt hat“, betont Noah Schönhart vom Stadt-Wien-Marketing. 1.200 Personen dürfte man einlassen, diese Grenze habe man bisher noch nicht erreicht. Um künftig die Wartezeiten beim Einlass zu reduzieren, werden aber die Registrierungsstellen aufgestockt.

„Wir freuen uns, dass das Angebot so genutzt wird“, sagt Schönhart. Es gehe nicht darum, an Zahlen aus den vergangenen Jahren heranzukommen, sondern: „Es geht jetzt darum, ein Bewegungsangebot zu schaffen. In einer Großstadt gibt es da nicht so viele Möglichkeiten.“

Nachvollziehbarkeit

Beim Wiener Eistraum wird das Contact Tracing ernstgenommen, versichert Schönhart. Es werden nicht nur Name und Kontaktadressen der Besucherinnen und Besucher aufgenommen und für 28 Tage aufbewahrt, sondern auch die Daten aus dem Corona-Piepserl, das man wie einen Schlüsselbund um den Hals tragen sollte, gespeichert. „Sollte es zu einem Covid-Fall kommen, können auch alle informiert werden, denen diese Person zu nahe gekommen ist“, erklärt der Sprecher. Die Daten würden aber ausschließlich auf behördliche Anordnung ausgegeben, denn auch der Datenschutz werde ernstgenommen.

Damit das Piepserl nicht dauernd blinkt und vibriert, wenn man mit seinem Partner Runden dreht, kann man beim Einlass angeben, mit wem man da ist – dadurch wird die Schlange vor der Kassa zwar nicht kürzer, die Lust aufs Eislaufen aber zumindest nicht ausgebremst.

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