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Chronik Österreich
05/03/2021

Steigende Corona Zahlen und Mutanten: Länder bleiben optimistisch

Die meisten Landeschefs stellen die Öffnungen am 19. Mai nicht in Frage. Wiens Bürgermeister will Ende der Woche entscheiden.

von Christoph Schwarz

Öffnen ist nicht schwer, offen bleiben umso mehr. Das zeigt die Modellregion Vorarlberg recht eindeutig, wo im März die Lokale und Kulturbetriebe für Getestete wieder aufgesperrt wurden. Vom Musterschüler bei der Sieben-Tage-Inzidenz ist das Bundesland in der Folge zum unrühmlichen Spitzenreiter der Statistik mutiert.
Am Montag musste die Landesregierung wiederholt gegensteuern, um Corona-Brandherde zu löschen:  Sie verhängte eine Ausreisetestpflicht für drei Gemeinden des Rhein-Deltas ab Mittwoch.  Landeschef Markus Wallner (ÖVP) stellte gleichzeitig aber klar: „Wir bleiben auf Kurs und werden die 
Öffnungsschritte beibehalten. Wir bereiten uns weiter gut auf Mitte Mai vor.“ 

Auch in den anderen Bundesländern will man die Hoffnung für die geplante Öffnung am 19. Mai nicht aufgeben – und übt sich in (Zweck)-Optimismus. 

„Keinen Grund“, nicht an den Öffnungsschritten festzuhalten, sieht man etwa in Tirol. Über den Lockerungen  war zuletzt ein Fragezeichen gestanden, da eine Mutation der britischen Variante drauf und dran war, sich durchzusetzen. Mit lokalen Maßnahmen dürfte man die sogenannte Fluchtmutante wieder in den Griff bekommen haben.
Eine andere Mutante beschäftigt unterdessen Niederösterreich: Die in Indien grassierende Variante könnte hier aufgetreten sein. Der Fall eines indischen Studenten, der aus seiner Heimat in den Süden des Bundeslandes zurückgekehrt war, wird derzeit überprüft. Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) gibt sich mit Blick auf 19. Mai positiv: „Unsere Landsleute haben selbst den Grundstein dafür gelegt, dass die Öffnungsschritte möglich werden.“ Jetzt gehe es darum, die Wirtschaft anzukurbeln.
 

Auch Salzburgs Landeshauptmann Wilfried Haslauer (ÖVP) freut sich auf die Öffnung, die „virologisch und aus medizinischer Sicht vertretbar erscheint“, wie es aus seinem Büro heißt. In Oberösterreich ist man angesichts der „stabilen Zahlen“ ebenfalls zuversichtlich. 

Mahnende Worte findet Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer (ÖVP) aus derSteiermark: Man solle „nicht übermütig werden. Die Öffnungsschritte müssen nicht nur von der Schutzimpfung, sondern auch von einem umfassenden, niederschwelligen Testangebot begleitet werden“. Vor „Leichtsinn“ warnt auch sein SPÖ-Kollege ausKärnten, Landeshauptmann Peter Kaiser. Er befürworte aber, dass die Öffnung branchenübergreifend passiere. „Es ergebe keinen Sinn, Bereiche gegeneinander auszuspielen.“ Es sei  sinnvoll, Kultur, Sport, Gastronomie und Hotellerie abgestimmt aufeinander zu öffnen. Im Burgenland habe man begonnen engmaschig zu testen und in Hinblick auf die Öffnungsschritte am 19. Mai ändere sich nichts, erklärte Burgenlands Landeshauptmann Hans Peter Doskozil: "Man muss auf die Dynamik der Bevölkerung achten, jedes Bundesland wird sich schwertun einen Schritt zurück zu machen."

Deutlich zurückhaltender zeigte sich – wie zuletzt – der Wiener Bürgermeister. Michael Ludwig (SPÖ) berät Ende der Woche mit medizinischen Experten. „Auf Basis dessen wird die Entscheidung getroffen, welche Öffnungsschritte in Wien am 19. Mai erfolgen.“ 


 

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