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Chronik Österreich
05/03/2021

Am Tag der Ost-Öffnung: Westen am stärksten von Corona betroffen

In den Bezirken der Ost-Region zeigt sich, dass der Lockdown seinen Zweck erfüllt hat. Im Westen ist die Lage anders.

von Kevin Kada

Der Osten hat wieder geöffnet. Nach dem Burgenland vor zwei Wochen haben nun auch Niederösterreich und Wien ihren Ost-Lockdown beendet. Die körpernahen Dienstleister haben wieder geöffnet, der Handel ebenso. Und am Tag der Öffnung zeigt sich, dass die Bezirke im Osten deutlich besser da stehen, als jene in den westlichen Bundesländern.

Wie die Grafik oben zeigt, sind unter den 20 am stärksten betroffenen Bezirken nur Bezirke aus den Bundesländern, die nicht in einem Lockdown waren. Besonders hervor sticht, dass Bregenz und Feldkirch in den Top-10 sind. Am stärksten betroffen ist der Bezirk Hallein in Salzburg mit einer 7-Tage-Inzidenz von 322 Infektionen pro 100.000 Einwohner.

Gefolgt von den Bezirken Imst mit 298 und Bregenz mit 289 Infektionen. Dass es in Vorarlberg ein aufkommendes neues Problem gibt, zeigt sich auch an den jüngsten Maßnahmen der Vorarlberger Landesregierung. Am heutigen Montag wurden die Ausreisetests für drei Rheindelta-Gemeinden beschlossen. Für den Bregenzerwald wurde die Maßnahme verlängert (mehr dazu hier).

Es gibt aber auch positive Ausreißer im Westen. Denn die Bezirke Schwaz (Tirol) und Hermagor (Kärnten) stehen am hinteren Ende der Liste und damit am besten da. Nur die burgenländische Stadt Rust steht noch besser da im Bezirksvergleich.

Sieben-Tages-Inzidenz nach Bundesland

Auf Bundesländerebene kam es in den Ost-Lockdown-Wochen zu einer deutlichen Verschiebung. Während in Niederösterreich, dem Burgenland und Wien die Zahlen deutlich sanken, stiegen sie in der Zwischenzeit vor allem in Vorarlberg. In der Modellregion, in der die Gastronomie bereits geöffnet hat, liegt die Sieben-Tages-Inzidenz aktuell bei 235,43. Das Burgenland ist das einzige Bundesland mit einem Wert unter 100.

Hospitalisierungen in Österreich

Maßgeblich für etwaige weitere Maßnahmen sind vor allem die Spitalskapazitäten. Grob gesagt gilt hier die 100-10-1-Regel: Von 100 infizierten Menschen müssen rund 10 hospitalisiert werden, einer davon landet auf der Intensivstation - und das meist gleich für mindestens 10 Tage. 

    Die sogenannte Inzidenz gilt als wichtiger Richtwert in der Pandemiebekämpfung. Die Sieben-Tage-Inzidenz gibt die Zahl der Neuinfektionen innerhalb der vergangenen sieben Tage pro 100.000 Einwohner an. Die 14-Tages-Inzidenz wird herangezogen, um langfristige Tendenzen besser darstellen zu können.

    In Deutschland etwa liegt die zulässige Obergrenze bisher bei 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche. In Österreich ist eine solche Grenze nicht genau definiert. In der Corona-Ampel wird eine Region auf Rot gestellt, wenn es eien "hohe kumulative 7-Tages-Inzidenz relativ zur Bevölkerungsgröße" gibt. 

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