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Chronik Österreich
01/23/2020

Steiermark: Polizist "Vinzenz" auf Dachboden gefunden

Anonymer Tipp führte leibhaftige Beamte zu ihrem Kollegen aus Blech. Sie zeigten drei junge Männer an.

von Elisabeth Holzer

Er ist wieder da, wohlbehalten und unversehrt, sieht man einmal von der fehlenden Halterung an seinen Füßen ab: "Vinzenz", der im November gemopste Blechpolizist, wurde Anfang dieser Woche von Beamten entdeckt und aus seinem Dasein auf einem dunklen Dachboden gerettet.


Die 1,80 Meter große Polizistenattrappe versah bisher Dienst an der Hauptstraße in Lassnitzhöhe, Bezirk Graz-Umgebung. Doch am 3. November war "Vinzen" einfach weg. Da immer wieder einmal solche Blechbeamten entführt werden, ging die steirische Polizei auch diesmal von so einem Fall aus und gab eine launig formulierte Fahndung heraus: "Opferbeschreibung - rund 180 Zentimeter groß, schlanke Statur, steht in aufrechter Haltung. Der Kollege trägt den Vornamen "Vinzenz"', hieß es im Presseaufruf vom 3. November.

Doch nun führte ein "vertraulicher Hinweis" auf die Spur von "Vinzenz" und in ein Haus im Bezirk Südoststeiermark, vielmehr auf einen Dachboden. Dort lag er. Drei Männer, 18 beziehungsweise 19 Jahre alt, wurden angezeigt, wenn schon nicht des Diebstahls, aber immerhin der Nichtmeldung des Fundes: Sie beteuern laut Polizei nämlich, den Blechbeamten "im freien Gelände" gefunden zu haben. Mit seiner Entführung hätten sie nichts zu tun.

Die Erhebungen laufen noch, leider bleibt der einzige Zeuge stumm. Immerhin, "Vinzenz" darf  wohl bald wieder seinen Dienst tun: Er wurde der Gemeinde Lassnitzhöhre bereits wieder zurück gegeben.

 

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