Die Polizei nahm die Ermittlungen auf

Symbolbild

© APA - Austria Presse Agentur

Chronik Österreich
11/12/2021

Steiermark: Falsche Polizistin ergaunerte sich zehntausende Euro

Betrügerin erzählte einer 88-Jährigen am Telefon, dass ihre Tochter einen Unfall gehabt hätte. Danach kam es zu einer Geldübergabe.

Eine falsche Polizistin hat eine 88 Jahre alte Steirerin in Judendorf-Straßengel (Bezirk Graz-Umgebung) am Donnerstagnachmittag um mehrere zehntausend Euro betrogen. Der Frau wurde bei einem Telefonanruf vorgemacht, ihre Tochter habe einen Unfall gehabt und brauche nun Geld, das eine Kontaktperson abholen werde. Die Steirerin übergab das Geld an ihrer Haustür an eine Unbekannte, teilte die Landespolizeidirektion mit.

Eine Frau hatte die 88-Jährige gegen 13 Uhr am Festnetztelefon angerufen und sich als Polizistin ausgegeben. Diese teilte der Frau in einem hochdeutschem Akzent mit, dass ihre Tochter einen Unfall gehabt hätte und nun dringend Geld benötigen würde. Volle drei Stunden, bis 16 Uhr, hielt die falsche Beamtin die Seniorin am Telefon, bis eine Frau anläutete und das Geld abholte. Die Pensionistin hatte die Summe zu Hause gehabt. Danach kamen der Steirerin Bedenken und sie verständigte die Polizei.

Die Geldabholerin war mit rund 1,50 Meter auffallend klein und hatte schwarzes offenes langes Haar. Ihr Gesicht war mit einer Haube und einem Schal vermummt. Sie war u.a. mit einer schwarzen Jacke und einer auffälligen, safran-farbenen Hose bekleidet.

Polizei warnt vor Betrugsmaschen

Die steirische Polizei warnt zum wiederholten Male vor derartigen Betrugsmaschen, welche immer wieder in unterschiedlichen Varianten und mit verschiedenen Erzählungen der Betrüger auftreten. Um Vertrauen bei den Opfern zu erlangen, werden meist echte Polizeiinspektionen oder zumindest ähnlich klingende Dienststellen genannt. Bisherige Opfer berichteten zudem, dass die Betrüger - angebliche österreichische Polizisten oder Kriminalbeamte - vor allem in hoch- bzw. bundesdeutschem Dialekt sprechen. Man solle sich auf solche Anrufe keinesfalls einlassen, sofort auflegen und die Polizei unter dem Notruf 133 verständigen.

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