Beginn des neuen Schuljahres in Sachsen

© dpa-Zentralbild/Robert Michael / Robert Michael

Chronik Österreich
09/07/2020

Babyelefant im Klassenzimmer: Schule im Osten Österreichs gestartet

Unter mehr oder weniger strengen Bedingungen sind seit heute wieder fast 500.000 Schüler in den Klassenzimmern.

von Kevin Kada, Patrick Wammerl

Gespannt blickten tausende Eltern und natürlich auch Schulkinder auf die Veröffentlichung der Corona-Ampel am vergangenen Freitag. Sie ist die Grundlage für die Maßnahmen, die die Schulen in Österreich im Kampf gegen das Coronavirus zu treffen haben. 

Schutzmaske am Gang, ja oder nein? Dürfen schulfremde Personen bzw. Eltern überhaupt das Schulgebäude betreten, um beim ersten Schultag ihrer Kinder dabei zu sein? - In Niederösterreich und dem Burgenland steht die Ampel auf Grün. In Wien leuchtet sie gelb. 

Empfang im Schulhof

Im BG Zehnergasse in Wiener Neustadt starten heute 1.200 Schüler in das neue Schuljahr. Alle Erstklassler und ihre Eltern wurden im Schulhof von Direktor Werner Schwarz begrüßt, um die nötigen Abstände zu wahren. Für die Schüler ging es danach ohne Begleitpersonen in ihre Klassen.

Die Eltern wurden im Schulhof unter Wahrung des Ein-Meter-Abstandes über administrative Dinge informiert. Anders als in der Vergangenheit, durften die Begleitpersonen angesichts des Coronavirus nicht in das Schulgebäude.

Aufgrund des milden Wetters werden einige Schüler in der BG Zehnergasse in Wiener Neustadt bereits im Freien unterrichtet, um das Risiko einer Ansteckung zu minimieren.

In Wien, wo die Corona-Ampel gelb leuchtet, müssen Eltern ebenfalls auf den Gang in die Klasse verzichten. Vor der Volksschule Diesterweggasse im 14. Wiener Gemeindebezirk warteten zahlreiche Kinder auf den ersten Weg in die Schule. Die Reaktionen der Eltern, die vor dem Gebäude warten mussten, sind durchwegs positiv wie eine Mutter eines Tafelklasslers erzählt: "Wir wurden sehr gut durch Elternbriefe und die Schulhomepage informiert."

Selbiges erzählt ein Vater, der sein Kind zum ersten Mal in die Schule gebracht hat: "Man hat sich den ersten Schultag sicher anders vorgestellt aber wir wurden von der Schule sehr gut informiert, darum gibt es auch keine Probleme."

Ab in die Schule heißt es auch für zahlreiche Schüler in Bruck/Leitha (NÖ). "Aktuell steht die Ampel auf Grün und wir sind gut vorbereitet auf den herannahenden Herbst“, sagt Brucks Bürgermeister Gerhard Weil und spielt dabei auf das vom Land vorgegebene Ampelsystem an, das an allen Schul-und Kindergartenstandorten anzuwenden ist.

Der Stadtchef und die zuständige Stadträtin Lisa Miletich weisen dennoch darauf hin, wenn möglich immer Abstand zu halten und bitten die SchülerInnen nur ihre eigenen Trinkflaschen, Bastelmaterialien und Co. zu verwenden. 

"Lasst euch nicht durch Maske stören"

Beim Schulstart ebenfalls mit dabei war zumindest an der Ganztags-Volksschule Alte Donau in Wien-Donaustadt, der Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) einen Besuch abstattete, der totgesagte Babyelefant. Am Schuleingang begrüßte (neben einer auf gelb geschalteten Corona-Ampel) eine Abbildung davon Kinder und Eltern - nicht verhindern konnte er zumindest außerhalb aber die Bildung größerer Menschentrauben.

Sehr wohl auf Abstände geachtet wurde dagegen dann ab dem Eingang, wo ein Lehrer die Schüler gestaffelt in die Schule ließ. Dazu wurden mehrere Zugänge geöffnet - die Taferlklassler bekamen einen Extra-Eingang via Schulhof, wo sie diesmal von der Direktorin begrüßt wurden. Die Schüler trugen durchgängig ihre Masken, bei den Eltern vor der Schule war dies trotz Gedränge nicht durchgängig der Fall.

"Lasst euch nicht durch die Maske stören", appellierte Faßmann dann am Schulhof an die Erstklassler. "In der Klasse kann man sie abnehmen." Auch sonst solle heute der Schulstart im Mittelpunkt stehen. "Es gibt nichts, was einem guten ersten Schultag im Weg stehen könnte."

Dieser Artikel wird laufend aktualisiert.

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