© Bürgerliste/Lukas Uitz

Chronik Österreich
11/13/2020

Salzburgs autofreier Gaisberg soll regelmäßige Ausnahme werden

Am kommenden Wochenende dürfen Autos und Motorräder nicht auf den Salzburger Hausberg.

von Matthias Nagl

Am vergangenen Wochenende war es wieder einmal soweit. Am Gaisberg, dem Salzburger Hausberg, ging es mit dem Auto weder vor noch zurück, Straßen und Parkplätze waren heillos überlastet, die Polizei musste die Zufahrt sperren.

Vor dem kommenden Wochenende, für das wieder schönes Ausflugswetter prognostiziert ist, agiert die Stadt diesmal im Vorhinein. Die Gaisbergstraße wird für den motorisierten Individualverkehr schon vorab gesperrt, und zwar an beiden Tagen von 8 bis 16 Uhr.

Kein Testballon

Was politisch seit Jahren diskutiert wird – das Ende des Autoverkehrs am Gaisberg –, ließ sich nun angesichts des schönen Wetters und eingeschränkter Freizeitmöglichkeiten erstaunlich rasch umsetzen. Wie der neue Gaisberg-Koordinator, ÖVP-Gemeinderat Florian Kreibich, im KURIER-Gespräch erklärt, soll es sich dabei aber weder um einen Testballon für eine generelle Sperre noch um eine einmalige Ausnahme handeln.

„Eine generelle Sperre steht nicht zur Debatte“, sagt Kreibich. „Ich schließe aber auch nicht aus, dass das wieder einmal kommt. Es kann aber auch nicht zur Regelmäßigkeit werden.“ Die grüne Bürgerliste setzt sich seit vielen Jahren für einen autofreien Gaisberg ein. Die Partei begrüßt den jetzigen Schritt.

Gaisbergbus fährt öfter

„Der Gaisberg soll als Ausflugsberg jenen Menschen vorbehalten sein, die ihn umweltfreundlich erreichen“, sagt Verkehrssprecher Lukas Uitz. Auch Kreibich meint: „Ich finde es gar nicht schlecht, wenn ab und zu nur Fußgänger und Radfahrer unterwegs sind.“

Die Wochenenden mit Überlastung im Frühjahr und Herbst könne man aber pro Jahr an einer Hand abzählen. In der übrigen Zeit sei eine Sperre der „wirtschaftlichen Lebensader“ nicht sinnvoll. Eine andere Forderung der Bürgerliste wird umgesetzt. An diesem Wochenende fährt der Linienbus auf den Gaisberg mehr als doppelt so oft wie bisher, nämlich alle 20 Minuten.

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