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Chronik Österreich
12/31/2021

Das Corona-Jahr 2021 in Zahlen

Zwei Lockdowns, die Corona-Impfung und die bisher heftigste Infektionswelle.

von Laura Schrettl

Seit bald zwei Jahren überschattet die Corona-Pandemie das tägliche Leben. Bereits vier Lockdowns liegen hinter Österreich. Anfang diesen Jahres war die Impfung der große Hoffnungsschimmer. Die Chance auf ein Ende der Pandemie. Doch bis Ende August ließen sich nur 58 Prozent der Bevölkerung in Österreich vollimmunisieren. Darauf folgte im Herbst die bisher heftigste Infektionswelle seit Beginn der Pandemie, welche Spitäler an die Belastungsgrenze brachte.  

Das Jahr in Zahlen 

910.955 Menschen haben sich in diesem Jahr offiziell mit Covid-19 infiziert. Im Jahr davor wurde lediglich ein Drittel (360.815 Fälle) eingemeldet. Dabei ist jedoch zu beachten, dass 2021 deutlich mehr getestet wurde. Über 40.430.000 Covid-PCR-Testungen wurden im Jahr 2021 durchgeführt. 

Das heurige Jahr hatte 7.428 Todesfälle im Zusammenhang mit einer Covid-19-Infektion gefordert. 896.495 Menschen konnten sich von einer Infektion wieder erholen.

Ein Rückblick 

27. Dezember 2020: In Österreich und anderen EU-Ländern werden die ersten Schutzimpfungen gegen die durch das Coronavirus SARS-CoV-2 verursachte Krankheit Covid-19 verabreicht. Die laut Studien und späteren Real-World-Daten gegen schwere Verläufe hochwirksamen Vakzine waren zunächst rar und bei noch geltenden Lockdowns in den ersten Monaten des Jahres 2021 vorrangig für ältere Menschen und Gesundheitspersonal bestimmt.

März: Für Verunsicherung sorgen ab März sehr seltene Nebenwirkungen der zwei Vektor-Impfstoffe von AstraZeneca und Johnson & Johnson, die Thrombosen auslösen können. Dadurch kommt es weltweit zu einzelnen Todesfällen, auch in Österreich.

Das Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen stellte in einem "Bericht über Meldungen vermuteter Nebenwirkungen nach Impfungen zum Schutz vor Covid-19" fest, dass zwischen 27. Dezember 2020 und 24. September 2021 177 Todesfälle in zeitlicher Nähe zu einer Covid-Impfung registriert wurden.

Bei vier Patienten wurde nach der Obduktion ein Zusammenhang mit der Impfung ausgeschlossen. Bei 20 Menschen fiel die Impfung in die Inkubationszeit einer Covid-19-Erkrankung, im Zuge derer die Patienten starben. Bei 34 weiteren waren vermutlich schwerwiegende Vorerkrankungen todesursächlich. Bei zwei Fällen wurde bisher ein Zusammenhang mit der Impfung gesehen. 117 Fälle waren zum Berichtszeitpunkt noch in Abklärung beziehungsweise waren dazu keine weiteren Informationen einzuholen.

Mehr als 10.000 Covid-Tote und Delta-Variante

22. April: Nach den schweren zweiten und dritten Wellen von Herbst 2020 bis Frühling 2021 wird die Marke von 10.000 Covid-Toten in Österreich erreicht. 

2. Juni: Mit der breiten Verfügbarkeit der Impfstoffe in Österreich erreicht die Immunisierungskampagne mit mehr als 144.000 Stichen an einem Tag ihren ersten Höhepunkt. Dann stagniert die Impfrate aber über den Sommer lange bei rund 60 Prozent.

11. Juni: Erstmals wird die Delta-Variante in Österreich offiziell nachgewiesen. Es handelte sich um einen 20-Jährigen aus dem Bezirk Mödling. "Es gibt derzeit keinen weiteren Folgefall", hieß es damals aus dem Büro von Gesundheitslandesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig (SPÖ). Innerhalb von Wochen sollte Delta die dominante Variante in Österreich werden. 

2. September: Es gibt die ersten "Drittstiche". Zunächst als Auffrischung bezeichnet, ist dieser "Booster" wie bei einigen Vakzinen gegen andere Krankheiten laut Medizinern und Herstellern nach neuesten Erkenntnissen wichtig für die Grundimmunisierung.

November brachte düstere Zahlen 

10. November: Nach bereits seit Juli wachsenden Infektionszahlen werden mit einem sprunghaften Anstieg auf 11.398 Fälle erstmals mehr als 10.000 positive SARS-CoV-2-Tests innerhalb von 24 Stunden in Österreich gemeldet.

16. November: Die Salzburger Landeskliniken richten eine "Überlastungsanzeige" an die Politik, auch Spitälern in Oberösterreich droht Überlastung. Bereits seit einigen Wochen werden in Krankenhäusern mehrerer Bundesländer wie in früheren Wellen Operationen verschoben. Ein Triage-Team wird in Salzburg eingerichtet. 

18 November: Erstmals werden in Österreich über eine Million bestätigte Fälle seit Beginn der Pandemie gezählt.  

19. November: An diesem Tag gibt es mit 15.809 Neuinfektionen die meisten Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden seit Beginn der Pandemie.

22. November - 11. Dezember: Nach langem Hin und Her zwischen Bundes- und Landespolitik folgt ein weiterer Lockdown. Es ist der vierte in Österreich - und der erste Komplett-Lockdown in Europa in der vierten Welle.   

24. November: Mit 1.111,97 wird die höchste Sieben-Tages-Inzidenz des Jahres verzeichnet. 

26. November: Erneut wird der Impfrekord gebrochen - mit mehr als 159.000 Stichen - hauptsächlich "Booster" - an einem Tag. 

Ebenfalls am 26. November: Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) stuft die neue Corona-Variante B.1.1.529 als "besorgniserregend" ein. Die zahlreichen Mutationen machen das Virus laut Experten ansteckender und auch für Geimpfte und Genesene anfälliger für eine Infektion.

Zahlreiche Länder erlassen aus Angst vor der Omikron genannten Variante Einreisebeschränkungen für das südliche Afrika, wo die Mutation zuerst entdeckt wurde, doch bereits kurz darauf werden zahlreiche Krankheitsfälle in verschiedenen Staaten der Welt bekannt, darunter Österreich.

27. November: Der bisherige Höchststand an aktiven Fällen wird mit 152.271 erreicht. 

29. November: Die neue Corona-Variante ist nun auch in Österreich angekommen. Der erste Omikron-Fall wurde in Österreich bestätigt. 

Impfquote von 70 Prozent erreicht 

Dezember: Mitte Dezember verfügen rund 70 Prozent der Einwohner Österreichs über ein gültiges Impfzertifikat. Weltweit haben 57 Prozent aller Menschen zumindest eine Impfung erhalten, in armen Ländern deutlich weniger. Mehr als acht Milliarden Dosen wurden global verabreicht. 

28. Dezember: Bisher wurden in Österreich 1.813 Omikron-Fälle in Österreich registriert.

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