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Chronik Österreich
09/03/2021

Reisen, Bordell, Haushalt: Das sind die Cluster in Österreich

Hauptverantwortliche für den Anstieg der Neuinfektionen sind aktuell auch zahlreiche Cluster im Land.

von Kevin Kada

1.510 am Donnerstag, 1.753 am heutigen Freitag. Die Infektionen in Österreich steigen in den vergangenen Wochen stark an. Noch vor einem Monat gab es in Österreich zwischen 400 und 500 Neuinfektionen pro Tag. Mittlerweile hat sich die Zahl verdreifacht.

Hauptverantwortlich an den Neuinfektionen sind diverse Cluster im Land. Der aktuell größte Cluster betrifft die Erstaufnahmestellen in Traiskirchen und Schwechat in Niederösterreich. Der Cluster ist zwar über die vergangenen Tage etwas kleiner geworden, doch am Donnerstag wuchs er wieder an. Aktuell meldet das Büro von Gesundheitslandesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig 53 Infektionen in Traiskirchen und 24 Fälle in Schwechat.

Es ist aber nicht der einzige Cluster in Niederösterreich. In einer Produktionsfirma im Bezirk Neunkirchen gibt es aktuell 16 Infizierte. Im Zusammenhang mit einer Familienfeier in Krems wurden 13 Fälle gemeldet.

Wie die aktuelle AGES-Analyse zeigt, lassen sich 82,8 Prozent aller Infektionen derzeit auf Haushalte oder Reisen zurückführen. Im Zeitraum zwischen 15. und 22. August konnte von 8.088 aufgetretenen Fällen bei 72,8 Prozent die Infektionsquelle geklärt werden. Davon waren 43,8 Prozent Haushalten zuordenbar, 38,4 Prozent waren reiseassoziiert.

Insgesamt 3.943 Cluster-Fälle wurden im gleichen Zeitraum gezählt. Das waren mehr als doppelt so viele als noch zwei Wochen zuvor - ein Beleg dafür, dass inzwischen die hochinfektiöse Delta-Variante das Corona-Geschehen dominiert.

Neben Erstaufnahmezentren und Familienfeiern macht Corona auch nicht vor dem ältesten Gewerbe der Welt halt. Die Steiermark hat aktuell einen Nachtclub-Cluster. Gäste des Etablisements "Funny Hill" bei Spielberg werden aufgerufen, ihren Gesundheitszustand zu beobachten. 

Brisant dabei ist, dass drei Sex-Arbeiterinnen, die als Ausgangspunkt des Clusters gelten, untergetaucht sein sollen.

Feste und Supermarkt

Es ist allerdings nicht der einzige Cluster der aktuell in der Steiermark für Probleme sorgt. So läuft aktuell die Suche nach weiteren Infizierten, nachdem eine Corona-positive Person bei einem Wasserfest in der Freizeitanlage Großhart in der Oststeiermark anwesend war.

Nach weiteren Infizierten wird auch in den steirischen Bezirken Hartberg-Fürstenfeld und Weiz gesucht. Betroffen sind der Spar-Supermarkt in Kaindorf sowie Adeg Riegler in Strallegg, hieß es am Montag seitens der Kommunikation Land Steiermark. In Kaindorf sollen Kunden, die am Montag, 23. August, zwischen 6.40 und 11.00 Uhr sowie 15.00 und 19.00 Uhr oder am Mittwoch zwischen 6.40 und 12.00 Uhr in dem Geschäft waren, ihren Gesundheitszustand genau beobachten.

In Strallegg betrifft es Kunden, die am Mittwoch, 25. August, zwischen 7.00 und 12.00 Uhr oder zwischen 15.00 und 18.00 Uhr oder am Donnerstag zwischen 7.00 und 12.30 Uhr bei dem Adeg einkaufen waren.

Verschont geblieben

In manchen Fällen, wo Cluster wohl katastrophale Auswirkungen hätten, hat sich aus einer Infektion kein Cluster gebildet. So zum Beispiel beim Forum Alpbach in Tirol.

Nach den ersten drei vermeldeten Fällen kam in den folgenden Tagen nur noch eine Infektion hinzu. Eine der Personen gilt bereits als genesen. 40 Personen wurden als K2-Personen identifiziert und sind verkehrsbeschränkt.

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