Chronik | Österreich
04.04.2013

Positives Gutachten für Skigebiet St. Corona

Die Tourismusbank hat das eingereichte Projekt als wirtschaftlich beurteilt.

Nach den positiven Signalen zur Rettung des schwer defizitären Skigebietes St. Corona am Wechsel liegt das entsprechende Gutachten nun schwarz auf weiß auf dem Tisch. Und die Expertise der Österreichischen Tourismusbank ist zur Freude aller Verantwortlichen positiv ausgefallen. „Wir haben das Gutachten bereits bekommen und werden demnächst eine Entscheidung fällen“, bestätigt der Sprecher von Tourismus-Landesrätin Petra Bohuslav, Lukas Reutterer.

Nach dem Sanktus der Tourismusbank wird die Entscheidung der Politik zu Gunsten des Skigebietes ausfallen. Zu Beginn des Winters sah es noch anders aus. Wie berichtet wollte das Land das veraltete Skigebiet aus Kostengründen schließen und mit einer neuen Sommerrodelbahn sich ganz auf die warme Jahreszeit konzentrieren.

20.000 Gegner

Bohuslav und Co. haben aber nicht mit dem Protest und den Unterschriften von über 20.000 Menschen gerechnet. Ein Projektteam rund um den Vizebürgermeister von St. Corona, Michael Gruber (ÖVP), arbeitete daraufhin ein Konzept für eine reduzierte Ausbau-Variante mit einer Obergrenze von elf Millionen Euro aus. Die Pläne wurden auf Rentabilität und Nachhaltigkeit geprüft und für „gut“ empfunden. Das Projekt im Detail (siehe Grafik): Der bestehende Einsersessellift sowie der Schlepplift werden abgebaut. Dafür entsteht eine neue Talstation mit Parkplätzen, Kinderskiland, Gastronomie und als Herzstück einem neuen, kuppelbaren 6er-Sessellift. Von der Bergstation des neuen 6er-Jets führt eine 1720 Meter lange, neue Sommerrodelbahn ins Tal. „Gebaut werden kann frühestens ab kommenden Herbst. In diesem Sommer und im kommenden Winter würde der Betrieb wie gehabt bleiben“, so die Verantwortlichen.