© APA/EXPA/JOHANN GRODER

Chronik Österreich
09/09/2019

Plötzlich Winter: Zwei Wanderer in Tirol vom Schnee überrascht

Die Wanderer strandeten auf 2.500 Metern Höhe im Schneegestöber. Sie mussten einen Notruf absetzen.

Zwei Wanderer sind am Sonntag am Stubaier Höhenweg (Bezirk Innsbruck-Land) wegen des Wintereinbruchs in eine Notlage geraten. Es handelt sich um eine 43-jährige Tschechin und einen 47-jährigen Deutschen. Aufgrund des Schneefalls konnten die beiden nicht mehr weiter und setzten einen Notruf ab, teilte die Polizei mit. Erst nach mehreren Stunden konnten die Wanderer sicher zu einer Hütte gebracht werden.

Die Wandersleute waren am Sonntagmorgen trotz widriger Witterungsverhältnisse zu einer Wanderung von der Innsbrucker Hütte zur Bremer Hütte aufgebrochen. Gegen Mittag setzte schließlich Schneefall ein und die Wettersituation verschlechterte sich zunehmend. Als die beiden Wanderer gegen 19.30 Uhr im Bereich der Hohen Burg auf rund 2.500 Metern Höhe nicht mehr weiterkamen, setzten sie einen Notruf ab.

Zehn Mitglieder der Bergrettung Steinach-Gschnitztal fuhren zunächst mit der Materialseilbahn zur Bremer Hütte und stiegen von dort rund zwei Stunden zu den Wanderern auf. Die Bergretter fanden die beiden schließlich stark unterkühlt - in der Zwischenzeit lagen rund 50 Zentimeter Neuschnee. In einer mehrstündigen Rettungsaktion konnten die Tschechin und der Deutsche bei widrigen Wetterbedingungen zur Bremer Hütte gebracht werden, wo sie gegen 4.00 Uhr eintrafen. Mit Ausnahme der Unterkühlung blieben die beiden unverletzt.