© Dieter Nagl

Chronik Österreich
11/18/2021

Österreichische Christbaum-Bauern hoffen auf gute Saison

Die Ernte hat mittlerweile begonnen. Die Mondphasen seien für die Haltbarkeit der Bäume aber nicht bestimmend.

von Anna Perazzolo

Die Lichterketten in den Straßen hängen, und die Temperatur wird immer kühler. Da ist es auch  bald Zeit für den Christbaumkauf. Und tatsächlich, auf den Farmen der österreichischen Christbaumbauern bereitet man sich schon darauf vor. „Aktuell werden die großen Bäume geerntet, die dann im Außenbereich stehen“, sagt Karl Schuster, Geschäftsführer der nö. Christbaumbauern.
Im vergangenen Jahr seien vor allem diese großen Bäume in den Kulturen zurückgeblieben, weil ein Teil des Absatzmarktes  eingebrochen war. Im Gegensatz  dazu sehe es aktuell  so aus, als würden auch Unternehmen wieder Christbäume für ihre Kunden und Mitarbeiter aufstellen.  „Die fehlenden Firmen-Bestellungen haben letztes Jahr  ein kleines Minus hinterlassen. Dafür ist der Verkauf an Privatpersonen  gut gelaufen“, so Schuster.

2,5 Millionen Bäume

Und tatsächlich, 90 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher hatten im Jahr 2020 einen heimischen Christbaum in ihren Wohnzimmern. Die Christbaumbauern haben im vergangenen Jahr insgesamt 2,5 Millionen Bäume auf ihren Farmen geerntet. Auch heuer sehe es so aus, als würde das Geschäft passen, so Schuster. „Die Konsumenten bleiben auch in diesem Jahr wieder zu Hause und wollen deshalb einen schönen Baum“. Damit aber auch tatsächlich  an den  Erfolg des vergangenen Jahres angeschlossen werden kann, stehen die Christbaumbauern derzeit mir der Säge auf ihren Plantagen.

Mondkalender-Schnitt

Zu welchem Zeitpunkt die Bäume zu ernten sind, darüber scheiden sich allerdings die Geister, sagt Schuster. Während manche Bauern penibel darauf achten, ihre Bäume drei Tage vor dem elften Vollmond des Jahres zu schneiden, vertrauen andere eher auf ihr Gefühl.  „Das hängt sehr stark von der persönlichen Einstellung ab. Einen wissenschaftlichen Beleg dafür, dass die Bäume  länger halten, wenn sie nach dem Mondkalender geschnitten werden, gibt es aber nicht“.  Der beste Schutz vor Trockenheit sei nämlich nicht der Zeitpunkt des Schnitts, sondern ein kühler Standort und genügend Wasser.
Bis zwei Wochen vor Weihnachten seien die meisten Christbäume dann geschnitten, sagt Schuster. Bereits ab Anfang Dezember könne man die Bäume ab Hof kaufen, an den Ständen in den Städten etwas später.

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