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Chronik Österreich
06/29/2021

Noch immer viele offene Fragen nach Mord an 13-jährigem Mädchen

Noch ist unklar, ob es mehr als zwei Tatverdächtige gibt. Die Tullnerin soll mit Drogen gefügig gemacht worden sein.

von Teresa Sturm

Es gibt noch viele offene Fragen rund um den Mord an einer 13-jährigen Tullnerin (der KURIER berichtete). Nachdem die Leiche in Wien-Donaustadt am Samstagmorgen gefunden worden ist, kam es am gestrigen Montag zur Festnahme von zwei afghanischen Staatsbürgern, 16 und 18 Jahre alt.

In welchem Verhältnis die beiden Männer und das Mädchen zueinander stehen, war noch unklar, ebenso wie die 13-Jährige an den Fundort gekommen ist. Die Ermittler gehen jedenfalls davon aus, dass es sich dabei nicht um den Tatort handelt.

Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) und der Wiener Landespolizeipräsident Gerhard Pürstl gaben heute, Dienstag, neue Informationen in einer Pressekonferenz bekannt.

"Fassungslos und betroffen"

"Was am Samstag passiert ist, macht mich fassungslos und betroffen. Ich bin selbst Vater von zwei Kindern und in diesem Moment sind unsere Gedanken bei den Angehörigen, der Familie und den Freunden des Opfers", so der Innenminister.

Bei den zwei Tatverdächtigen handle es sich um einen Mann, dem der subsidiäre Schutz aberkannt wurde, und um einen Asylwerber, der erst in diesem Jahr um Asyl in Österreich angesucht habe. Einer der beiden Tatverdächtigen sei vorbestraft. Und zwar in erster Linie wegen Drogendelikten.

Sollten die Tatverdächtigen tatsächlich schuldig sein, so Nehammer, werde man sie abschieben. "Wir sind eine vielfältige Gesellschaft in Österreich, die der Rechtsstaatlichkeit und Toleranz verpflichtet ist", so Nehammer. Seine Botschaft an jene, die im Land bleiben wollen, sei diese: "Hier zu bleiben, heißt die Bereitschaft, sich zu integrieren." Da gehört es auch dazu, sich an die Gesetze der Republik Österreich zu halten. Jene, die das nicht täten, müssten damit rechnen, in das jeweilige Herkunftsland abgeschoben zu werden, sagt der Innenminister.

Freiwillig in Wohnung

Das Mädchen dürfte sich laut Pürstl freiwillig in der Wohnung eines Tatverdächtigen aufgehalten haben. Die genauen Umstände, die zum Tod des Mädchens geführt haben, seien noch unklar. Unklar sei ebenso, wie das Mädchen an den Fundort gekommen ist. Offenbar wurde die 13-Jährige mit Drogen gefügig gemacht worden, so Pürstl. Es hätten „Straftaten gegen die sexuelle Integrität“ stattgefunden.

Derzeit werden die Tatverdächtigen befragt. Das werde allerdings noch länger dauern, so Pürstl, weil die Befragungen mit Dolmetschern stattfinden. Das vollständige Obduktionsergebnis sowie die toxikologischen Untersuchungen sind ebenso noch ausständig.

Die Polizei geht derzeit davon aus, dass die Wohnung eines der Tatverdächtigen auch der Tatort ist.

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