© Hubert Mican/ORF

Chronik Österreich
02/06/2019

"Ostmark"-Posting: Kratky wettert gegen "Nazi-Arschlöcher"

Ö3-Moderator: Nicht in Ordnung, "mit Begriffen um sich zu werfen, die von Nazi-Arschlöchern geprägt" wurden.

Die schlagende Burschenschaft Teutonia sorgte am Wochenende mit einem Facebook-Posting, in dem Österreich als Ostmark - ein Begriff aus dem Nationalsozialismus - bezeichnet wird, für gehörigen Wirbel. Vor allem Reinhard Bösch, FPÖ-Verteidigungssprecher in Nationalrat und "Alter Herr" bei der Teutonia, stand im Mittelpunkt der Kritik, da er sich erst nach Zögern von besagtem Posting distanzierte und dieses als "inakzeptabel" titulierte. Mehr dazu lesen Sie hier:

Kratky: Geschichtsbuch nehmen

Die Aufregung in den Sozialen Medien bzw. der Inhalt des Teutonia-Postings ließ auch Ö3-Moderator Robert Kratky nicht kalt. Hier habe wieder einmal jemand nicht nachgedacht, sagte Kratky in einem Livestream einer Instragram-Story. Wer denke, es sei in Ordnung, "mit Begriffen um sich zu werfen, die von Nazi-Arschlöchern geprägt wurden", der solle sich lieber einmal ein Geschichtsbuch nehmen und sich dann in Grund und Boden schämen, sagte der Radio-Star.

Im Beitrag vom 2. Februar heißt auf der Facebook-Seite der Teutonia wörtlich: "Heute besuchen einige unserer Volltätigen die Semesterabschlusskneipe unserer schlesischen Kartellbrüder der "Die Alte Breslauer Burschenschaft der Raczeks zu Bonn" im schönen Rheinland. Zusammen mit Farben-, Kartell- und Verbandsbrüdern aus der Ostmark, der BRD und Flandern lassen wir ein weiteres erfolgreiches Semester ausklingen."

(Anm.: Untenstehend ein Screenshot. Mittlerweile hat die Teutonia das Wort Ostmark aus dem Original-Posting gelöscht).

Die sozialen Netzwerke würden in solchen Fällen auch zur Verrohung der Sprache beitragen, so Kratky. Aber bei so einem Thema könne er einfach nicht schweigen.

Die Burschenschaft Teutonia rechtfertigte sich übrigens in einem Facebook-Posting am 4. Februar, warum sie den Begriff "Ostmark" verwende, wie folgt:

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