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Chronik | Österreich
06/21/2019

Nach Brandanschlägen in Graz: Verdächtiger vor U-Haft

Der 45-jährige Iraker ist weiterhin schweigsam. Er wurde in die Justizanstalt Graz-Jakomini eingeliefert.

Keine neuen Erkenntnisse hat es am Freitag beim wegen Brandstiftung verdächtigen 45-jährigen Iraker in Graz gegeben. Der Mann wurde mittlerweile aber in die Justizanstalt Graz-Jakomini gebracht und wartete dort auf den Haftrichter. Der Verdächtige hatte am Mittwoch vier Feuer in öffentlichen Gebäuden gelegt. Hintergrund dürfte ein Sorgerechtsstreit mit den Behörden sein.

Bisher war der mutmaßliche Brandstifter bei den Vernehmungen sehr schweigsam. Für die Befragungen wurde dennoch ein Dolmetscher hinzugezogen.

Von Securitys im Bahnhof festgehalten

Der 45-jährige Verdächtige hatte Mittwochvormittag im Bezirksgericht Graz-West, vor dem Bürgermeisteramt im Rathaus, in der Bezirkshauptmannschaft Graz-Umgebung sowie am Grazer Hauptbahnhof Feuer gelegt. Am letzten der vier Tatorte randalierte er auch, zerstörte Automaten und ging auf Passanten los. ÖBB-Sicherheitsleute und andere Zeugen schritten ein und hielten den Verdächtigen fest, bis die Polizei eintraf. Er wurde festgenommen.

Die Feuer an den vier Brandherden waren rasch gelöscht. Verletzt wurde durch die Flammen niemand. Seit Jahren gab es offenbar einen Sorgerechtsstreit um die Kinder des Verdächtigen. Nachdem diese aus der Familie geholt worden waren, gelang es dem 45-Jährigen nicht, sie wieder zurückzuholen. Das dürfte ihn am Mittwoch wohl zu den Brandanschlägen veranlasst haben.