Patiententransport in einer Schutzhülle mit Unterdrucksystem. Die Hercules des Bundesheeres musste dafür adaptiert werden

© BH/Luftunterstützung

Chronik Österreich
09/05/2021

Mit findigen Ideen die Corona-Krise besser gemeistert

Sanitäter des Bundesheeres und anderer Organisationen mit dem Camillo Award ausgezeichnet.

von Patrick Wammerl

Die zu einer Intensivstation umgebaute Hercules C-130 des Bundesheeres erwies vor allem zu Beginn der Corona-Pandemie gute Dienste. Mit dem „fliegenden Hospital“ wurden beispielsweise schwer erkrankte Soldaten von ihrer Auslandsmission im Kosovo nach Hause geholt, um sie in Österreich besser intensivmedizinisch betreuen zu können.

Dass dies überhaupt erst möglich war, ist auch zwei findigen Bundesheer-Soldaten zu verdanken. Sie wurden dafür vor wenigen Tagen mit dem Camillo Award – einer Auszeichnung für verdiente Sanitäterinnen und Sanitäter – im Dachfoyer des Parlaments in der Hofburg ausgezeichnet. Offiziersstellvertreter Christian Fürst und Oberwachtmeister Patrick Weitersberger vom Kommando Luftunterstützung mit Sitz in Hörsching in OÖ bekamen den Anerkennungspreis in der Sonderkategorie „Krisenmanagement Covid-19“ verliehen. Die Soldaten haben im Zuge der Corona-Krise das neue Patiententransportsystem „Mobile Quarantine Bag“ für die C-130 Herkules in Hörsching entwickelt.

Dabei werden die Erkrankten im Flugzeug auf einer notfallmedizinischen Trage mit speziellem Unterdrucksystem transportiert. Es gab zahlreiche solcher Evakuierungen aus dem Einsatzraum der KFOR-Truppe.

Clusterbildungen

Die beiden Soldaten sind, was die Auszeichnungen betrifft, in bester Gesellschaft. Einen Camillo Award gab es auch für Stabswachtmeister Johannes Kouba vom Jagdkommando in Wiener Neustadt. Als Sanitäter der Spezialeinheit ist er federführend an der Weiterentwicklung der Sanitätstruppe der Streitkräfte beteiligt. Er entwickelte in der Pandemie entsprechende Pläne für das Bundesheer, um große Clusterbildungen zu verhindern. Diese Errungenschaft sollte die Einsatzbereitschaft aufrecht erhalten.

Ein weiterer Award ging an Georg Schallenberg vom Jägerbataillon 25 aus Klagenfurt. Der Stabswachtmeister hat ein neues First Responder-System eingeführt und die einsatzbezogene Erste Hilfe beim Bundesheer damit auf neue Beine gestellt.

Den Camillo Award für Rettungssanitäter erhielt Christoph Grein vom Arbeitersamariterbund Ebreichsdorf in Niederösterreich. Besonderes Engagement zeigt er sowohl bei seinen Erste-Hilfe-Kursen als auch durch seine Social-Media-Aktivitäten, wo er beispielweise anlässlich des "World Restart a Heart Day", Schulungsvideos zu Wiederbelebungsmaßnahmen initiierte.

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