Millionenpleite einer Installationsfirma

Eien ganz besondere Insolvenz © Bild: APA/dpa-Zentralbild

Schwere Mängel bei Arbeiten durch Subunternehmen sollen in die Insolvenz geführt haben.

„Eine Weiterführung des Unternehmens wird in der bestehenden Form nicht möglich sein“, das teilt das Unternehmen laut AKV dem Gericht bereits mit. Die Rede ist vom Installationsunternehmen Ing. Peter Christian Neuhold Wärme & Wasser GmbH mit Sitz in Bad Waltersdorf. Das Unternehmen hat am Landesgericht für ZRS Graz die Eröffnung eines Konkursverfahrens beantragt. Das Unternehmen beschäftigt 41 Dienstnehmer, 39 Lieferanten sind laut KSV1870 und Creidtreform von der Pleite betroffen. Das Verfahren ist mittlerweile eröffnet worden.

„Die Gesellschaft wurde im Jahr 1994 gegründet, wobei das Einzelunternehmen des geschäftsführenden Gesellschafters Ing. Peter Christian Neuhold, eingebracht wurde“, heißt es weiter. Dieser fungiert als Alleingesellschafter und als handelsrechtlicher Geschäftsführer. „Hinsichtlich der Insolvenzursachen führt das Unternehmen aus, dass es auf zwei Baustellen in Wien zu erheblichen Problemen gekommen sei“, heißt es seitens des AKV. „Aufgrund der Größe der Aufträge habe man auch auf Subunternehmen und Leasingarbeiter zurückgreifen müssen, da das eigene Personal nicht ausreichte."

Es sollen erhebliche Montagefehler unterlaufen sein und aufgrund dieser Mängel sei bei diesen Aufträgen ein Verlust in Höhe von rund 1,4 Millionen Euro eingetreten. Das führte zur Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung.

Schulden und Vermögen

Die Verbindlichkeiten werden mit 2,591Millionen Euro beziffert, davon entfallen 1,2 Millionen Euro auf Lieferanten und rund eine Million Euro auf Banken. Die Aktiva (Fortführungswert) werden mit 374.040 Euro beziffert.

( kurier.at ) Erstellt am 08.03.2018