Eien ganz besondere Insolvenz

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Millionenpleite einer Installationsfirma

Millionenpleite einer Installationsfirma

Zwei Pleiten in vier Jahren, das marode Unternehmen soll aber fortgeführt werden.

von Kid Möchel

02/19/2018, 02:37 PM

„Als traditionsreiches Familienunternehmen sind wir mit unseren 50 Mitarbeitern seit mehr als 35 Jahren an den Standorten Teesdorf und Trumau in den Bereichen Sanitär, Heizung und Klimatechnik tätig“, wirbt die Firma Holzhauser auf ihrer Homepage. „Als Kunde erhalten Sie ein Rundum-Sorglos-Paket in bester Qualität und aus einer Hand. Wir setzen den Maßstab bei Heizungs- und Sanitärlösungen, ob für das maßgeschneiderte Bad oder eine neue Wohnanlage.

Doch die Geschäfte liefen und laufen nicht reibungslos. Zwei Pleiten innerhalb von vier Jahren das ist bitter. Über die Holzhauser GesmbH mit Sitz in Trumau, Niederösterreich, ist laut AKV am vergangenen Freitag ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung eröffnet worden. Den Gläubigern werden 20 Prozent Quote geboten. Bis zu 50 Dienstnehmer sollen von der Insolvenz betroffen sein. Das Unternehmen soll fortgeführt werden. Nähere Details liegen noch nicht vor.

Bereits Ende 2014 war erstmals ein Sanierungsverfahren eröffnet worden, das im April 2015 bestätigt und letztendlich auch erfolgreich abgewickelt wurde.

Laut Creditreform setzte Holzhauser im Geschäftsjahr 2015/2016 im 6,01 Millionen Euro um, im Geschäftsjahr 2016/2017 aber nur noch 4,997 Millionen Euro. Laut Bilanz 2017 (Stichtag: 30. Juni) betrugen die Verbindlichkeiten rund 2,614 Millionen Euro, der Verlustvortrag aus dem Jahr 2016 wurde mit 42.300 Euro beziffert. Laut APA werden aktuell die Aktiva mit 900.000 Euro und die Passiva von rund 2,5 Millionen Euro beziffert.

Die Abstimmung

"Wesentlicher Inhalt des Sanierungsplanvorschlags: Die Insolvenzgläubiger erhalten zur vollständigen Befriedigung ihrer Forderungen eine Quote von 20 Prozent zahlbar innerhalb von zwei Jahren nach Annahme des Sanierungsplanes", teilt Insolvenzverwalter Georg Rupprecht von der Anwaltskanzlei bpv-huegel auf der Editsdatei des Justizministerium mit. "Der Schuldner hat zur Tagsatzung am 17. April 2018 persönlich zu kommen, widrigenfalls der Sanierungsplanantrag als zurückgezogen gilt."

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