Einer Masernerkrankung kann mit einer Impfung vorgebeugt werden

© APA/GEORG HOCHMUTH

Chronik Österreich
01/30/2020

Urlauber bringen ansteckende Viren ins Tourismusland Tirol

Eine an Masern erkrankte Russin verbrachte ihren Urlaub in Kössen, eine mit dem Coronavirus infizierte Deutsche auf einer Hütte.

von Christian Willim

Mit 46 Millionen Hotelgästen im Jahr 2019 hat Österreichs Tourismus zuletzt einen neuen Rekord verzeichnet. Jeder vierte davon verbrachte seinen Urlaub in Tirol. Dass sich hier Gott und die Welt begegnen kann, hat aber nicht nur Vorteile.

Wie das Land Tirol am Donnerstag mitteilte, hat zuletzt eine an Masern erkrankte Touristin aus Russland ihren Urlaub in einem Hotel in Kössen (Bezirk Kitzbühel). Sie hielt sich dort auch während jener Zeit auf, in der eine Ansteckung möglich war.

Im Ausland verbreiteter als in Österreich

Derzeit findet laut einer Aussendung die Abklärung der Kontaktpersonen der an Masern erkrankten Person statt, um diese über den Krankheitsfall zu informieren und deren Impfstatus zu überprüfen. Anita Luckner-Hornischer, Impfexpertin von der Landessanitätsdirektion, weist darauf hin, dass „viele Infektionskrankheiten, die in Österreich selten vorkommen, in anderen Ländern verbreiteter sind".

Ob zu Hause oder im Urlaub: Mit einer Impfung könne man sich und sein Umfeld wirksam gegen Masern schützen, erklärt Luckner-Hornischer und meint zum konkreten Fall: „Nicht geimpfte Kontaktpersonen, die Symptome von Masern entwickeln, sollen jedenfalls ab den ersten Krankheitsanzeichen zu Hause bleiben und persönliche Kontakte mit anderen Menschen meiden."

Mit der Hausärztin bzw. dem Hausarzt sei zunächst nur telefonisch Kontakt aufzunehmen – ein Masernverdacht sollte unmittelbar mitgeteilt werden.

Coronainfizierte auf Tiroler Hütte

Ebenfalls am Donnerstag informierte das Land Tirol, von einer mit dem Coronavirus infizierten Urlauberin aus Deutschland, die ein Wochenende auf einer Tiroler Hütte verbracht hatte. Auch in diesem Fall würden Kontaktpersonen kontaktiert. Zur Besorgnis gibt es laut dem Land jedoch keinen Grund, bis dato auch noch weiterhin keinen Corona-Verdachtsfall im Bundesland.

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