Nach Hallstatt ist angeblich Grinzing dran

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Laut einem Wirten aus Grinzing soll es von der Wiener Nobelecke bald eine Kopie in China geben. Außer ihm weiß aber niemand davon.

Nach Hallstatt will China jetzt angeblich auch die historischen Winzerhäuser des Wiener Stadtteils Grinzing, der sich im Bezirk Döbling befindet, nachbauen - das berichtete zumindest Heute. Quelle scheint der Heurigenwirt Franz Hengl zu sein. Laut Hengl handelt es sich dabei um einen "konkreten Plan". Die Asiaten seien sehr lange hier gewesen und hätten recherchiert, sagte er auch im APA-Gespräch. VP-Bezirksvorsteher Adi Tiller ist das Vorhaben hingegen nicht bekannt.

Den oberösterreichischen Weltkulturerbe-Ort Hallstatt gibt es in China schon als Kopie.

Bezirksvorsteher weiß von nichts

"Mit mir hat niemand gesprochen", betonte Tiller auf APA-Nachfrage. Heurigenwirt Hengl selbst will laut eigenen Angaben den Chinesen den Anstoß für den Nachbau gegeben haben: "Die wollen unsere Häuser kaufen, was wir nicht wollen. Da habe ich gesagt: 'Baut's doch Grinzing in China nach.' Sie haben daraufhin gesagt: 'Ja, warum nicht.'"

Dem Wirt zufolge soll das Ortszentrum Grinzings samt Kirche kopiert werden. Wo in China und bis wann die Nachbildung entstehen soll, ist ihm allerdings nicht bekannt. Was er allerdings prognostiziert: "Geld spielt bei ihnen keine Rolle."

Erstellt am 03.01.2013