Der neue Erzbischof Franz Lackner war elf Jahre lang Weihbischof in Graz-Seckau.

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steiermark/salzburg
11/13/2013

Lackner nimmt Kür zum Erzbischof an

Der Vatikan soll die Nachfolge von Alois Kothgasser am Donnerstag offiziell verkünden.

von Elisabeth Holzer

Der Vatikan will es erst Donnerstagmittag verkünden, doch schon am Mittwoch wurde bestätigt: Der Steirer Franz Lackner nimmt das Amt des Erzbischofs von Salzburg an. Der 57-jährige, bisherige Weihbischof von Graz-Seckau hatte sich Bedenkzeit erbeten, nachdem er vom Domkapitel Sonntagabend aus einem Dreiervorschlag gewählt worden ist.

Offiziell kommentieren will der designierte Erzbischof seinen Wechsel von der Mur an die Salzach noch nicht. Erst am Freitag soll es eine Pressekonferenz gemeinsam mit seinem Vorgänger Alois Kothgasser geben. Durchgesickert sein dürfte seine Zustimmung gestern aus Politikkreisen: Laut festgelegtem Prozedere muss der päpstliche Nuntius, der Botschafter des Vatikan, die Bundesregierung über die Bischofswahl informieren

Mit dem Steirer übernimmt ein liberaler und offener Kirchenvertreter die Führung der zweitältesten Erzdiözese im deutschen Sprachraum. Das Bistum hat einige Vorrechte, die es über alle andere Diözesen stellt. So schließt die Metropolitandiözese Salzburg auch Graz-Seckau, Gurk, Feldkirch und Innsbruck in ihre Kirchenprovinz ein.

Fußballfan

Der 57-Jährige gilt als „Spätberufener“: Erst 1991 wurde er zum Priester geweiht, nachdem er sieben Jahre zuvor in den Franziskanerorden eingetreten ist. Ursprünglich gelernter Elektriker, besuchte er ein Abendgymnasium und studierte Theologie und Philosophie. Er läuft gerne, auch Marathons, und ist Fußballfan.

Sein Ruf nach Salzburg heißt aber, dass die Nachfolge in Graz-Seckau offen ist. Lackner, seit 2002 Weihbischof an der Seite Egon Kapellaris, war der Wunschkandidat des Diözesanbischofs. Er bat schon 2011 um seinen Rücktritt, der unter Papst Benedikt XVI. auf 2013 verschoben wurde. Eigentlich wurde diese Entscheidung für Februar erwartet.

Für Graz taucht jetzt aber ein Name auf, der in Salzburg nicht zum Zug kam: Karl Wallner, Rektor der Hochschule Heiligenkreuz, er gilt als konservativ. Im Gegensatz zur Erzdiözese besteht in Graz-Seckau kein Wahlmöglichkeit: Hier entscheidet der Vatikan autonom.

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