„Ich pfeiff’ mir nix.“

„Ich pfeiff’ mir nix.“
Hausbesuch bei Ona B., Malerin und Installationskünstlerin. Sie arbeitet sogar, wenn sie schläft.

„Meine Wohnung? Eher eine dichte Angelegenheit, würd ich sagen.“ Ona B. sieht das recht entspannt. Hier darf alles wachsen und wabern, weil: „Ich pfeiff’ mir nix.“

Den einstigen Aufenthaltsraum für Supermarktangestellte nebenan hat die Künstlerin mit Zeitungsausschnitten tapeziert und mit Lavalampen geschmückt. Ist jetzt ein Gästezimmer, auch Künstlergefängnis genannt. Jeder, der hier vorbeikommt, muss einen Beitrag leisten. Zumindest ein Glaserl Sekt trinken und etwas vorlesen. Aber das weiß ja ohnehin jeder, der kommt: „Bei mir ist immer irgendwas Komisches.“

„Ich pfeiff’ mir nix.“

In der Küche ist immer viel los, Freunde kommen und kochen, und weil alles offen herumsteht, sehen sie dann immer gleich, wo was ist. Zum Beispiel das riesige roten Lippenstiftobjekt. Braucht man nicht unbedingt zum Kochen, kann aber nicht schaden. Ona B. denkt praktisch. Hat mit den Sternen zu tun. Wassermann und  Stier. Luftige Ideen, trotzdem bodenständig.

„Ich pfeiff’ mir nix.“

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